Dank eines aufmerksamen Passanten

Oberhausen: Drei Welpen aus verwahrlostem Transporter gerettet

© Pressebild, Foto: Polizei Oberhausen

18. Juni 2019 - 19:09 Uhr

Aus dem Sprinter war Gebell zu hören

Die Polizei in Oberhausen hat drei Hundewelpen aus einem Sprinter gerettet. Ein Passant hörte Hundegebell aus dem Fahrzeug und öffnete die Hecktür, um nachzusehen. In einer Ecke der völlig verdreckten Ladefläche kauerten verängstigt drei Welpen.

Der Besitzer hatte nicht einmal geeignetes Futter für die Welpen

Der Passant rief sofort die Polizei. Kurz darauf traf auch der Besitzer der Hunde am Transporter ein. Der 51-Jährige wies jede Schuld von sich. "Der Aufforderung der Polizeibeamten, die Hunde zu füttern, kam er zwar nach - brachte dann jedoch nicht altersgerechtes Trockenfutter", erklärte die Polizei in einer Mitteilung.

Überall im Auto waren Urin und Kot der Hunde verteilt. Die Beamten informierten deshalb das Ordnungsamt, das die Welpen in ein Tierheim brachte. Gegen den Besitzer läuft jetzt eine Anzeige.

Polizei Oberhausen warnt vor dubiosen Hundehändlern

Die Polizei warnte noch einmal eindringlich davor, Hunde aus einem Auto heraus zu kaufen. "Bei vielen wecken die oft unter widrigen Umständen gehaltenen Welpen Mitleid", so die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberhausen. Allerdings sind solche Geschäfte illegal, denn die Hunde werden zu einem Bruchteil der Preise verschachert, die man bei einem zertifizierten Hundezüchter zahlt.

Die Polizei wies darauf hin, dass Tiere, die von dubiosen Händlern verkauft werden, meist krank sind. Sie würden häufig auch sehr früh von ihrer Mutter getrennt. Dadurch wiesen die Hunde "Verhaltensstörungen auf, die schwer und manchmal gar nicht behoben werden können". Wer Zeuge eines illegalen Verkaufs wird, sollte sofort die 110 wählen.

Worauf man beim Hundekauf unbedingt achten sollte, haben wir hier noch einmal zusammengefasst.