Oberhaupt der koptischen Kirche gestorben

14. Februar 2016 - 4:16 Uhr

Papst Schenuda III., Oberhaupt der koptischen Kirche Ägyptens, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Schenuda war in den vergangenen Jahren mehrfach zu medizinischer Behandlung im Ausland. Aus Kirchenkreisen in Kairo verlautete, dass bereits Vorbereitungen für das Begräbnis getroffen würden. Allerdings wurde zunächst kein Datum genannt. In einer ersten Reaktion würdigte Erzbischof Robert Zollitsch in Freiburg den Verstorbenen als "Brückenbauer der koptischen Christen".

Schenuda war Ende 1971 zum Papst von Alexandria und zum Patriarchen der koptisch-orthodoxen Kirche gewählt worden. Die koptische Kirche ist die größte christliche Gemeinde im Nahen Osten und stellt in Ägypten knapp zehn Prozent der Bevölkerung. Weltweit gehören knapp zehn Millionen Menschen der koptischen Kirche an.