Oberbergischer Kreis verschärft Maßnahmen

16. April 2021 - 9:10 Uhr

Gummersbach (dpa/lnw) - Aufgrund anhaltend hoher Fallzahlen hat der Oberbergische Kreis zusätzliche Corona-Maßnahmen beschlossen. Neben einer Ausweitung der Kontaktbeschränkungen auf den privaten Bereich und einer nächtlichen Ausgangssperre ab Samstag wolle man am Montag noch nicht in den Wechselunterricht zurückkehren, sondern im Distanzunterricht bleiben, teilte der Kreis am Donnerstagabend mit.

Zudem gelte ab Montag eine neue Testpflicht für bestimmte Dienstleistungen wie Friseure, Fußpflege oder Sonnenstudios. Kunden dürfen dann den Angaben zufolge nur bedient werden, wenn ein tagesaktueller negativer Corona-Test vorliegt. Auch das Personal müsse sich zweimal pro Woche testen.

Mit dem Schritt reagierte der Kreis auf die hohen Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) eine Neuinfektionsrate von 248,8 gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen für den Kreis - nach 208,8 am Vortag. Damit gehört er zu den drei Kreisen mit der höchsten Inzidenz in Nordrhein-Westfalen. "Unsere Prognose, die wir für die nächsten Tage berechnet haben, geht davon aus, dass wir auch in den nächsten Tagen weiterhin über 200 bleiben", sagte Landrat Jochen Hagt (CDU). Zudem würden die Klinikbetten in der gesamten Region knapper werden.

Ab Montag greife im Oberbergischen Kreis die Corona-Notbremse, die in der Corona-Schutzverordnung NRW vorgesehen sei. Die zum 8. März in Kraft getretenen Öffnungsschritte würden dann rückgängig gemacht.

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Quelle: DPA

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