Obduktionsergebnis bestätigt: Tote aus der Donau ist vermisste Malina

11. April 2017 - 16:16 Uhr

Traurige Gewissheit

Der letzte Funken Hoffnung ist erloschen: Bei der Toten aus der Donau handelt es sich um die vermisste Studentin Malina. Ein DNA-Abgleich habe dies "zweifelsfrei" bestätigt, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz mit.

Todesursache noch immer nicht zweifelsfrei geklärt

Schon zuvor hatten die Ermittler wegen der Bekleidung und des äußeren Erscheinungsbildes der Leiche kaum noch Zweifel, dass es sich um Malina handelt. Eine Frau hatte den leblosen Körper bei einem Spaziergang am Donauufer bei Donaustauf (Landkreis Regensburg) entdeckt und die Polizei verständigt.

Die genaue Todesursache ist allerdings noch immer offen. An der Frauenleiche sind keine äußerlichen Spuren von Gewalt- oder Fremdeinwirkung entdeckt worden. Da der Körper zu lange im Wasser gelegen habe, sei auch eine konkrete Todesursache nicht mehr eindeutig feststellbar, hieß es auch der Rechtsmedizin. Es gebe allerdings Hinweise auf einen Tod durch Ertrinken, teilte die Polizei mit. Klarheit über die genaue Todesursache erhoffen sich die Ermittler von weiteren Untersuchungen, die nach Angaben eines Polizeisprechers aber einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Damit bleibt vorerst weiter offen, ob die junge Frau einem Unfall zum Opfer fiel oder es sich doch um ein Verbrechen handelt.

Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Kurz vor ihrem Verschwinden telefonierte sie noch mit einer Freundin

Das Donauufer in Donaustauf (Bayern) aufgenommen am 07.04.2017, im Hintergrund ist die Gedenkstätte Walhalla. Die vermisste Studentin Malina K. aus Regensburg ist aller Wahrscheinlichkeit nach tot. Am 07.04.2017 wurde die Leiche einer jungen Frau am
Das Donauufer bei Donaustauf. Hier entdeckte eine Spaziergängerin die Leiche.
© dpa, Sven Hoppe, shp nic

Malina wurde seit dem 19. März vermisst. Sie war auf dem Heimweg von einer Party in Regensburg verschwunden. die junge Frau war neu in die Stadt gezogen und hatte kurz vor ihrem Verschwinden noch mit einer Mitbewohnerin telefoniert, um sich nach dem Weg zu erkundigen. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich nach eigenen Angaben im Regensburger Stadtpark. Ein Spaziergänger fand ihr Handy im wenige Hundert Meter entfernten Herzogspark am Donauufer.

Um Hinweise auf den Verbleib seiner Tochter zu finden, suchte ihr Vater bewusst die Öffentlichkeit. Er gestaltete eine Facebookseite, verteilte Flugblätter und sammelte Spenden, um eine Belohnung für Hinweise auszusetzen, 51.000 Euro wurden ausgelobt.

Auch in der Fernsehsendung 'Aktenzeichen xy... ungelöst' wurde um Hinweise gebeten.