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Obamas Nahost-Reise: Schwierige Gespräche in Israel

Obamas Nahost-Reise: Schwierige Gespräche in Israel

"Ich bin davon überzeugt, dass unsere Allianz ewig ist"

Zu Beginn seiner heiklen Nahost-Reise ist US-Präsident Barack Obama in Israel eingetroffen. Seinen Besuch will Obama nutzen, um das Verhältnis mit dem Verbündeten zu entkrampfen. "Die amerikanisch-israelischen Beziehungen sind sehr angespannt, wie die gesamte Lage im Nahen Osten", erklärt RTL-Reporterin Antonia Rados.

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Israels Präsident Schimon Peres (links) und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (rechts) bereiteten US-Präsident Barack Obama einen warmen Empfang.
dpa, Oliver Weiken

Bei der Begrüßung auf dem Flughafen von Tel Aviv unterstrich der US-Präsident die engen Bande beider Länder. "Ich sehe diesen Besuch als Gelegenheit, die unzerstörbare Verbindung zwischen unseren Nationen zu bekräftigen, Amerikas standhaftes Bekenntnis zur Sicherheit Israels zu erneuern und direkt zum israelischen Volk und Ihren Nachbarn zu sprechen", sagte Obama. "Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Allianz ewig ist." Auch die israelischen Gastgeber drückten ihre Wertschätzung aus. "Ich habe heute eine simple Botschaft an Sie und an das amerikanische Volk: Danke. Danke, dass sie hinter Israel stehen", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Nach einem ersten Treffen zwischen Obama und Staatspräsident Schimon Peres bezeichnete dieser die Aufrüstung Teherans als "größte Gefahr" für Israel. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonte der 89-Jährige die Notwendigkeit, eine iranische Atombombe zu verhindern. Obama sicherte Israel die unverbrüchliche Freundschaft der USA zu. "Israel wird keinen besseren Freund finden als die Vereinigten Staaten." Zugleich betonte er das Recht der Israelis auf Sicherheit.

Beim Thema iranisches Atomprogramm sind sich Israel und die USA einig, dass die Führung in Teheran an der Entwicklung von Atombomben gehindert werden soll. Unterschiedliche Positionen gibt es aber darüber, wie rasch ein militärischer Präventivschlag erforderlich würde, sollten die diplomatischen Bemühungen scheitern. US-Regierungsvertretern zufolge will Obama Israel in dieser Sache weiter zur Geduld mahnen. Der Iran bestreitet, dass er nach Nuklearwaffen strebt, und beteuert stets, sein Atomprogramm diene lediglich einer zivilen Nutzung. Weitere Themen der Gespräche sind der stagnierende Friedensprozess mit den Palästinensern und der Bürgerkrieg in Syrien.

Treffen mit Palästinenserpräsident Abbas am Donnerstag

Unmittelbar nach seiner Ankunft besichtigte Obama eine mobile Batterie des Raketenabwehrsystems ‚Iron Dome‘ (Eisenkuppel) auf dem Flughafen Ben Gurion. Das von den USA mitfinanzierte Abwehrsystem soll Israel vor Beschuss aus dem Gazastreifen schützen, der von der radikalislamischen Hamas regiert wird. Es gilt als Symbol amerikanisch-israelischer Militärkooperation. Obama wolle mit der Besichtigung auch ein Zeichen setzen, dass die USA fest an der Seite Israels stünden, kommentierten israelische Medien.

Nach den Treffen mit Israels Führung spricht Obama am Donnerstag in Ramallah mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dessen Ministerpräsidenten Salam Fajad. Im Vorfeld hatten sich Verbündete von Abbas enttäuscht darüber gezeigt, dass die USA keine neuen Anstrengungen gemacht hätten, die Friedensgespräche mit Israel zu beleben. Die direkten Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien wurden 2010 wegen Israels Siedlungspolitik im Westjordanland abgebrochen. Am Freitag - bei der letzten Station der knapp viertägigen Nahostreise - stehen Gespräche mit Jordaniens König Abdullah II. in Amman auf dem Terminplan.