Obama will Ölbohrungsverbot beibehalten

14. Februar 2016 - 4:04 Uhr

Jubel bei US-Umweltschützern: Präsident Barack Obama will als Konsequenz der schweren Ölpest im Sommer ein geltendes Ölbohrverbot im östlichen Golf von Mexiko vorläufig beibehalten. Auch vor den amerikanischen Atlantik- und Pazifikküsten solle das Bohren nach Öl und Gas vorläufig tabu bleiben, kündigte Innenminister Ken Salazar am Mittwoch an. Das Verbot ist Teil eines fünfjährigen Planes zur Energieförderung.

Präsident Obama hatte Ende März - weniger als einen Monat vor Beginn der Ölpest im Golf von Mexiko - verkündet, dass er Küstengewässer für Bohrungen freigeben wolle. Die Entscheidung vom Mittwoch bedeutet demnach eine komplette Kehrtwende.

Am 20. April war die vom britischen Konzern BP betriebene Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko explodiert. Bei der größten Umweltkatastrophe in der US-Geschichte waren 780 Millionen Liter Rohöl ins Wasser ausgetreten.