Obama soll bei Hu mehr Menschenrechte einfordern

14. Februar 2016 - 3:58 Uhr

US-Präsident Barack Obama soll sich beim Besuch des chinesischen Präsidenten Hu Jintao nächste Woche in Washington für eine Verbesserung der Menschenrechte in China einsetzen. Diese Forderung erhoben neun Menschenrechtsorganisationen in einem gemeinsamen Appell. Obama solle "offen und öffentlich" die Verschlechterung der Menschenrechte ansprechen.

Die Gruppen forderten den US-Präsidenten auf, insbesondere die Lage in Tibet und in Xinjiang, zunehmende Beschränkungen der Meinungsfreiheit, das Verschwinden von Kritikern, die massive Anwendung der Todesstrafe und das stark politisierte Justizsystem in China zu erwähnen.

Der Appell wurde unter anderem unterzeichnet von Amnesty International, Freedom House, Human Rights Watch, tibetischen und uigurischen Organisationen sowie Reporter ohne Grenzen. Sie forderten Obama auch auf, sich für die sofortige Freilassung des chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo und aller anderen einzusetzen, die wegen ihrer friedlichen Kritik an der Regierung inhaftiert seien.