Die besten Tipps für alle Verkehrsteilnehmer

Ob im Auto, zu Fuß oder auf dem Rad - was hilft bei Schnee und Eis?

29. Januar 2020 - 14:56 Uhr

Das große Problem: Bei Blitzeis gibt es null Haftung

Jeden Winter gibt es Tausende Unfälle in Deutschland durch Glätte. Nicht nur Autos krachen ineinander, auch Radfahrer und Fußgänger leben gefährlich und legen sich schnell auf die Nase. Nicht selten brechen dabei Knochen. Auf Krankenhaus kann aber ein jeder von uns gerne verzichten. Also: Was hilft bei Eis und Schnee, wenn man zu Fuß, im Auto oder auf dem Rad unterwegs ist?

Zu Fuß unterwegs: Was tun bei Eis?

Eine Frau geht am 31.01.2017 in Straubing (Bayern) vorsichtig auf einer vereisten Straße. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glatteis in vielen bayerischen Landkreisen. Vor allem in der Oberpfalz, in Niederbayern und im bayerischen Wald müssen
Zu Fuß ist Blitzeis eine echte Gefahrenquelle: Schnell kommt es zu Knochenbrüchen.
© picture alliance / Armin Weigel/, Armin Weigel, awe

Natürlich hat niemand immer Granulat oder Kies in der Tasche, das man sich vor die Füße streuen könnte. Aber vielleicht tut es ja etwas Kochsalz aus der Handtasche? Das funktioniert schon, ist aber nicht gut für die Umwelt. Also lieber lassen.

Wenn wirklich gar nichts mehr geht, weil es brutal glatt ist: Schuhe aus und auf Socken gehen. Für einen kurzen Weg kann man das tatsächlich machen. Wenn es zum Beispiel in der Einfahrt megaglatt ist und man den Weg zur Haustür auf dem Blitzeis nicht schafft, einfach auf Socken gehen. Auf Dauer gibt das natürlich Eis-Füße.

Im Auto unterwegs: Immer wieder Bremstest machen

Gesundheitsterminal An einer Strasse bei Reichstädt im Osterzgebirge ist der Winterdienst selbst in einen Strassengraben gerutscht. *** Health terminal On a road near Reichstädt in the Osterzgebirge Mountains, the winter road clearance service itself
Auch der Winterdienst kann ins Rutschen geraten.
© imago/Max Stein, ronaldbonss.com, imago stock&people

Das Geheimnis beim Autofahren: Langsam und sanft lenken. Hektische Lenkbewegungen vermeiden, darauf wird kein Auto dieser Welt auf Eis reagieren. Wer aber ganz soft das Lenkrad einschlägt, hat bessere Chance. Ganz wichtig: immer wieder den Bremstest machen. Kurz auf die Bremse tippen. Rutscht der Wagen, greifen die Bremsen? Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ein womöglich lebensrettender Tipp.

Winterreifen geben zwar mehr Halt, doch auf Eis kommen auch Winterreifen schnell an ihre Grenzen. Im Winter ruhig etwas mehr Druck auf die Reifen geben. Denn kalte Luft zieht sich zusammen. In der Kälte ist der Luftdruck etwas geringer, das gilt es auszugleichen.

Der Bremsweg bei Glätte wird ungleich länger, daher die Geschwindigkeit unbedingt anpassen. Muss man bremsen, dann trotz des Eises mit aller Kraft auf die Bremse treten. Übrigens: Wer Probleme hat, auf Schnee wieder anzufahren, der lege einfach sein Fußmatte unter die Reifen.

Auf dem Rad unterwegs: Was tun bei Eis?

Aber Obacht: Beim Fahrradfahren ist es genau umgekehrt. Weniger Luft bedeutet nämlich mehr Haftungsfläche. Aber generell gilt: Bei Glätte hat man auf zwei Rädern fast keine Chance. Spikes können helfen. Die sind für Fahrräder in Deutschland erlaubt (für Autos sind sie hierzulande verboten). Aber prinzipiell heißt es für Zweiradfahrer: Bei Glätte stehen lassen. Zu hoch ist die Sturzgefahr.