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Nummer Zwei der Bande verriet Kopf des Drogenrings ans BKA

Aus Ermittlungsakten geht hervor

Nummer Zwei der Bande verriet Kopf des Drogenrings ans BKA

Eine Statue der Justitia (auch Justizia), Göttin der Justiz, der Rechtsprechung und der Gerechtigkeit, steht auf dem Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Römerberg in Frankfurt am Main und hält eine Waage mit zwei Wagschalen in der linken und das Richtschwe
Göttin Justitia mit Waage und Schwert
picture-alliance/ dpa, Wolfram Steinberg

Komplizen in Falle gelockt

Bereits im Sommer 2019 flog Deutschlands größter Online-Drogenring „Chemical Revolution“ auf . Jetzt kam heraus: Die Nummer Zwei der Bande machte gemeinsame Sache mit den Ermittlern des BKA und lockte einen seiner Komplizen in die Falle der Beamten.

Mann identifizierte Kopf des Drogenrings

Wie aus den Ermittlungsakten, die dem Nachrichtenmagzin "Der Spiegel" und dem NDR vorliegen, hervorgeht, handelt es sich bei dem Mann um einen 29-jährigen gebürtigen Polen. Im Februar 2019 soll er eine Übergabe vom mehr als 12 kg Rauschgift vorgetäuscht haben und trieb so einen mutmaßlichen Drogenlieferanten von Chemical Revolution in die Arme zweier verdeckter Ermittler des BKA. Außerdem soll der Mann laut den Ermittlungsakten auch den Kopf des Drogenrings bei einer Vernehmung „zu hundert Prozent“ identifiziert haben.

Der Hauptverdächtiger, ein 26 Jahre alter Mann aus dem Landkreis München, der den Shop im September 2017 aufgebaut und gemeinsam mit weiteren Männern betrieben haben soll, lebte zuletzt auf Mallorca und war im Mai 2019 festgenommen worden.

Drogengeschäfte brachten mehr als eine Millionen Euro ein

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main wirft insgesamt 11 Angeschuldigten vor, von September 2017 bis Februar 2019 in mindestens 320 Fällen verschiedenste Drogen über den Online-Shop vertrieben zu haben . Insgesamt soll die Bande so mehr als eine Million Euro verdient haben. Ein Prozesstermin ist bislang noch nicht bekannt.Wo genau der Prozess stattfinden soll, steht ebenfalls noch nicht fest. Aufgrund der größte des Falls und der Menge der Beteiligten sei der Sitzungssaal des Landgerichts Gießen ungeeignet. Die Anklage will 47 Zeugen und sechs Sachverständige aussagen lassen.