2019 M02 12 - 12:13 Uhr

Auch Köllner entlassen

21 Spiele, zwölf Punkte und 15 Spiele ohne Sieg. Das ist die traurige Bilanz des 1. FC Nürnberg in dieser Saison. Der Club ist Tabellenletzter, präsentierte sich zuletzt wie ein Absteiger. Nun haben die Verantwortlichen reagiert und Manager Andreas Bornemann gefeuert. Damit war klar: Auch Trainer Michael Köllner muss gehen. Am Dienstagvormittag folgte dann die offizielle Bestätigung.

Kein Rückhalt mehr im Club

Am Montagabend trafen sich die FCN-Verantwortlichen zu einer Krisensitzung. Viele Stunden später, es war kurz nach Mitternacht, gab der Aufsichtsrat die Entlassung von Manager Bornemann bekannt. "Leider konnten wir uns mit ihm nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen." Elf Stunden später folgte dann das offizielle Aus des Nürnberger Aufstiegs-Coach Köllner.

Dem Boss-Beben vorausgegangen war ein interner Machtkampf. Die Zukunft des Trainers stand dabei offenbar im Mittelpunkt. Manager Bornemann wollte trotz der sportlichen Krise nicht von Köllner abrücken. Doch nach den teilweise desaströsen Auftritten des 1. FC Nürnberg hatte der Trainer längst nicht mehr genügend Rückhalt im Verein. Auch nicht im neunköpfigen Aufsichtstrat.

Pokal-Aus gegen den HSV als Auslöser

Nach dem Manager muss nun auch der Trainer gehen. Noch in der Nacht teilte der Aufsichtsrat mit: "Wie viele treue Anhänger sind auch wir nicht zufrieden mit der sportlichen Situation in der sich unser Verein gerade befindet. Vor allem der enttäuschende Auftritt im Pokalspiel in Hamburg hat uns schwer getroffen. Dieses Spiel, gepaart mit der sportlichen Durststrecke von 15 Begegnungen ohne Sieg, machte uns klar, dass wir als Gremium noch einmal einen genauen Blick auf die aktuelle Lage werfen und die momentane Situation erneut eingehend analysieren müssen. Natürlich sind wir uns bewusst darüber, dass die wirtschaftliche und sportliche Konsolidierung des 1. FCN über allem stehen muss. Doch gerade die sportlichen Ziele sehen wir durch die jüngsten Ereignisse und Ergebnisse stark gefährdet."

Wer folgt auf das einstiege Erfolgsduo?

Noch am Dienstag könnten die Franken eine neue Trainer- und Managerlösung präsentieren. Nürnberg strebt grundsätzlich eine Lösung von außen an. Bis ein Nachfolger-Duo gefunden ist, könnten Co-Trainer Boris Schommers und Vereinslegende Marek Mintal als Interimslösung einspringen.

Für den FCN geht erst am Montag weiter. Doch dann ist ausgerechnet Tabellenführer Borussia Dortmund zu Gast. Im Hinspiel kassierte der Club unter Köllner eine deutliche 0:7-Klatsche. Ob Nürnberg dann eine Reaktion auf das Boss-Beben zeigen kann, bleibt abzuwarten.