15. Dezember 2018 - 8:46 Uhr

SoKo mit 40 Mitarbeitern im Einsatz

Die Bevölkerung in Angst und die Polizei in Zugzwang: Nach den Angriffen auf drei Frauen in Nürnberg sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Dabei geht es auch darum, weiter Angriffe zu verhindern. "Wir sind mit starken Polizeikräften im ganzen Einsatzgebiet unterwegs.", sagte eine Polizeisprecherin. Im Rahmen der Fahndung überprüften Polizisten mehrere Personen. Dabei halten die Beamten auch Menschen fest, um die nötigen Maßnahmen durchführen zu können. "Das ist ganz normale Ermittlungsarbeit", sagte die Sprecherin. Die Opfer der drei Taten befinden sich inzwischen außer Lebensgefahr. Alle drei Frauen konnten vernommen werden und eine Beschreibung des Täters liefern.

So soll der Täter ausgesehen haben

Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass es sich bei allen drei Taten um denselben Täter handelt. Die Opfer hätten den Mann demnach alle ähnlich beschrieben. "Aufgrund der Vernehmungen gehen wir von einem Tatverdächtigen aus, der für alle Taten verantwortlich zeichnet.", sagte eine Polizeisprecherin.

So haben die Opfer den Mann übereinstimmend beschrieben:

  • Zwischen 25 und 30 Jahre alt
  • Circa 1,75 bis 1,78 Metern groß
  • "normale" Figur
  • blonde bis dunkelblonde Haare, helle Haut
  • Möglicherweise Dreitagebart

Drei Frauen binnen drei Stunden niedergestochen

Die Opfer, drei Fußgängerinnen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren, waren in einem Zeitraum von etwa drei Stunden niedergestochen worden, als sie auf dem Nachhauseweg waren. Das Motiv für die Taten ist weiterhin unklar. Eine Verbindung zwischen Täter und Opfern gibt es nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht. Der Mann habe sie wohl völlig zufällig ausgewählt und vor den Taten auch nicht angesprochen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund haben die Beamten bisher nicht.

Die Polizei erhofft sich Hinweise aus der Bevölkerung

Die Staatsanwaltschaft geht in allen drei Fällen von versuchtem Mord aus. Die Polizei warnte die Bevölkerung per Twitter vor dem flüchtigen Mann und verteilte Flugblätter mit der Beschreibung des Mannes. Auch Zeugen werden weiter befragt, darunter ein Ehepaar, das dem ersten Opfer half und ein weiterer Ersthelfer.