Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Zahl bei Gewalt an Schulen wohl gestiegen

Nürnberg: Ältere Schüler prügeln Erstklässler krankenhausreif

In Nürnberg sollen ältere Schüler einen Erstklässler so stark verprügelt haben, dass der Junge ins Krankenhaus kam (Symbolfoto).
In Nürnberg sollen ältere Schüler einen Erstklässler so stark verprügelt haben, dass der Junge ins Krankenhaus kam (Symbolfoto).
© iStockphoto

27. Februar 2020 - 11:58 Uhr

Nürnberger Schüler verlangten wohl Geld von ihrem Opfer

In Nürnberg sollen ältere Schüler einen Erstklässler so stark verprügelt haben, dass der Junge ins Krankenhaus kam. Das berichten die Nürnberger Nachrichten. Offenbar verlangten die Kinder Geld von ihrem jüngeren Opfer. Dabei soll es sich um keinen Einzelfall handeln.

Sascha blutete aus der Nase und hatte Blutergüsse

Tatjana N. soll einen Anruf von der Schule bekommen haben, auf die ihr Sohn Sascha seit September 2019 geht. Sie erfuhr, dass ihr Sohn auf dem Schulhof verprügelt wurde. Ein Schock für die Mutter. Sascha geht in die erste Klasse der Carl-von-Ossietzky-Schule in Nürnberg. Als Tatjana N. ihr Kind abholte, blutete der Junge aus der Nase und hatte Blutergüsse. Die vier- bis sechsjährigen Schüler sollen Geld von dem Jungen verlangt haben. Als Sascha verneinte, sollen sie den Jungen zu Boden geschubst und getreten haben. "Mein Sohn ist in der Schule schon öfter um Geld angegangen und bedroht worden", sagte die Mutter den Nürnberger Nachrichten.

Verprügelter Schüler Sascha musste drei Tage in der Klinik bleiben

Tatjana N. brachte Sascha in eine Klinik. Dort stellte der Arzt fest: Der sechsjährige hat Prellungen am Rücken, eine geschwollene Nase und eine Gehirnerschütterung. Die Nase sei zum Glück nicht gebrochen. Die dicke Winterjacke, die Sascha anhatte, habe Schlimmeres verhindert. Der Junge musste drei Tage in der Klinik bleiben, damit eine Blutung und Schwellung des Gehirns ausgeschlossen werden konnte.

In der Woche vor den Winterferien blieb der Schüler zu Hause. "Das ist ein kleines Kind, der Junge ist ganz am Anfang seiner Schuljahre und muss so etwas erleben", sagte Tatjana N. den Nürnberger Nachrichten. Deshalb wollte die Mutter Anzeige erstatten, doch die Beamten bräuchten dafür Namen von Beschuldigten. Die kannte sie aber nicht.

Polizei beobachtet Anstieg bei Gewalt an Schulen

Den Nürnberger Nachrichten erklärte der Polizeisprecher Rainer Seebauer: "Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren sind zwar schuldunfähig. In der Regel gehen wir aber auf die Eltern der mutmaßlichen Schläger zu und sprechen mit ihnen." Die Zahl mit Blick auf Gewalt an Schulen sei lange rückläufig gewesen, doch seit drei Jahren steige sie wieder.

Tatjana N. will den Angriff auf ihren Sohn nicht hinnehmen und aktiv dagegen vorgehen. Sie habe zwar mit der Schulleitung gesprochen. Ihr Sohn soll dennoch auf eine andere Schule wechseln.

Was Kinder und Eltern gegen Mobbing tun können, erklären wir hier.

Auch interessant