Um Nachschub zu sichern

Aldi holt Pasta mit Sonderzügen aus Italien

ALDI lässt mehr als 200 Tonnen Pasta in Sonderzügen aus Italien kommen
ALDI lässt mehr als 200 Tonnen Pasta in Sonderzügen aus Italien kommen
© (c) DB Schenker

02. April 2020 - 16:31 Uhr

Versorgung ist sichergestellt

Hamsterkäufe haben in den vergangenen Wochen dazu geführt, dass die Supermarktregale teilweise leer waren. Wie eine Kassiererin diese Hamsterkäufe erlebt und welche deutliche Ansage sie an die Kunden hat, lesen sie hier. Besonders beliebt bei den Kunden sind Nudeln. Damit es auch künftig genug Pasta im Regal gibt, hat Aldi zusammen mit dem Logistikunternehmen DB Schenker die Ware nun per Sonderzug aus Italien nach Deutschland geholt.

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200 Tonnen Pasta in zehn Waggons

Die Corona-Krise stellt auch die Logistik vor große Herausforderungen. Gerade in Italien würden oft LKW und Züge fehlen, weil die Zahl der Transporte zurückgeht. Nun hat Aldi eine alternative Lieferkette auf die Beine gestellt. "Mehrere Sonderzüge haben bereits in einer ersten Lieferung über 60.000 Pakete Fusilli, mehr als 75.000 Pakete Penne und weit über eine Viertelmillion Pakete Spaghetti aus Italien nach Nürnberg gebracht", schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Insgesamt seien mehr als 200 Tonnen Nudeln in zehn Waggons transportiert worden. 

Sonderzüge schaffen Flexibilität

Die erste Nudel-Lieferung ist in Nürnberg angekommen
Die erste Nudel-Lieferung ist in Nürnberg angekommen
© (c) DB Schenker

Mit der nun geschaffenen Alternative sei man nicht mehr nur von einem Spediteur abhängig und könne flexibel auf Engpässe reagieren. Auch für die italienischen Nudelhersteller sei die neue Lösung vorteilhaft. Denn wenn die Logistik eingeschränkt ist, könnte der Hersteller auf seiner Ware sitzen bleiben. Durch die Sonderzüge habe der Hersteller jetzt aber die Sicherheit, dass er seine Produkte weiter zuverlässig verkaufen kann.

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Sonderzüge zukünftig regelmäßig?

Weitere Lieferungen mit über 250 Paletten seien bereits auf dem Weg. Gemeinsam mit Schenker überlegt man nun, ob es solche Sonderzüge in Zukunft regelmäßig geben könnte. Das Unternehmen betont, dass die Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland gesichert sei: "Für 'Hamsterkäufe' von Nudeln gibt es nach wie vor keinen Anlass."

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