"NSU 2.0": Anwalt aus NRW erhielt nach Eigenangabe Nachricht

Ein Mann bedient im Dunklen einen Laptop. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
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16. Juli 2020 - 20:00 Uhr

Der Siegburger Anwalt Mehmet Daimagüler hat nach eigenen Angaben eine Nachricht mit der Kennung "NSU 2.0" bekommen. Daimagüler, der unter anderem Opfer im NSU-Prozess vertreten hatte, bestätigte den Eingang am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Anzeige habe er bislang nicht erstattet. Er wäre der erste öffentlich bekannte Empfänger einer "NSU 2.0"-Nachricht in NRW, sollte die Echtheit der Nachricht durch die Ermittlungsbehörden bestätigt werden.

Bei Facebook hatte der Anwalt vorher geschrieben: "Habe - mal wieder - eine Nachricht von "NSU 2.0" erhalten. Feiges Pack". Gegenüber der dpa präzisierte der Anwalt, dass er sehr oft rechtsextreme Drohmails bekomme - dies aber die erste mit dem Absender "NSU 2.0" gewesen sei.

Zuletzt waren nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft mit "NSU 2.0" unterzeichnete Drohmails bei den Linken-Politikerinnen Janine Wissler, Martina Renner und Anne Helm sowie der Kabarettistin Idil Baydar eingegangen. Vor zwei Jahren war die Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yildiz die erste Adressatin derartiger Drohschreiben. Ein Mann war bisher nicht betroffen.

Quelle: DPA