Nach Urlaub in Risikogebieten

NRW: Urlauber sollen für Corona-Test zahlen

Coronavirus - Abstrich für Coronatest
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh fgj

15. Juli 2020 - 9:54 Uhr

"Nicht Aufgabe der Solidargemeinschaft, das Freitesten zu finanzieren"

In vielen Urlaubsregionen hat sich die Corona-Situation weitestgehend entspannt, andere – wie etwa die Urlaubsinsel Mallorca – führen wieder größere Hygieneregeln ein. Dennoch gibt es noch Risikoländer, in die das Robert-Koch-Institut keine Reisen empfiehlt. Der NRW-Gesundheitminister sagt jetzt: "Es ist nicht Aufgabe der Solidargemeinschaft, das Freitesten zu finanzieren".

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Einreiseverordnung für NRW

Die NRW-Landesregierung will Touristen, die im Urlaub ein Risikogebiet bereist haben, entweder für 14 Tage in Quarantäne schicken oder an den Kosten für einen Corona-Test beteiligen. Die Menschen sollten sich sehr gut überlegen, ob sie wirklich in ein vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenes Risikogebiet fahren, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag am Rande einer Veranstaltung der Düsseldorfer "Rheinischen Post": "Ich persönlich würde das nicht tun."

Das NRW-Kabinett habe am Sonntag beschlossen, dass es eine Einreiseverordnung geben werde, sagte Laumann. "Wenn man in ein Risikogebiet fährt, muss man anschließend für 14 Tage in Quarantäne oder sich freitesten lassen." Die Krankenkassen würden zwar die Laborkosten dafür zahlen, aber die Gesundheitsämter würden Gebühren nehmen. "Ich finde, wenn jemand in Urlaub in ein Risikogebiet fährt, ist es nicht Aufgabe der Solidargemeinschaft, das Freitesten zu finanzieren", sagte Laumann.

Länder wie Kroatien gelten aktuell nicht als Risikogebiet, obwohl die Infektionszahlen stark steigen. Wir erklären, was das für Ihren Urlaub bedeutet. 

Vor diesen Ländern warnt das RKI

Die Liste der vom Robert-Koch-Institut als Risikoländer eingestuften Nationen ist lang. Hier eine Auswahl an Urlaubsländern:

  • Ägypten
  • Albanien
  • Dominikanische Republik
  • Indonesien
  • Libanon
  • Marokko
  • Mexiko
  • Schweden
  • Türkei
  • USA
  • Vereinigte Arabische Emirate

Die gesamte Liste können Sie auf der Seite des Robert-Koch-Instituts einsehen. Auch das Auswärtige Amt aktualisiert seine Warnungen und Hinweise für die Reise in verschiedene Länder stetig.

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