Unterricht in Pandemie-Zeiten

NRW-Schulministerin stellt "Masterplan Grundschule" vor

Schulstart in Berlin
© dpa, Paul Zinken, pdz fdt

11. August 2020 - 14:17 Uhr

Yvonne Gebauer stellt „Masterplan Grundschule“ vor

Am Mittwoch startet im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands die Schule wieder. Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen gehen zu Ende und danach soll der Unterricht wieder normal anlaufen – doch es gibt Änderungen für die Zukunft der Grundschulen in NRW: Grundschüler in Nordrhein-Westfalen starten künftig erst in der dritten Klasse mit dem Englisch-Unterricht. Das ist einer der zentralen Bausteine des "Masterplans Grundschule", den Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag in Düsseldorf vorstellte. Die Regelung gelte erstmals für Kinder, die im Schuljahr 2021/22 eingeschult werden.

+++ Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus können Sie im Liveticker auf RTL.de nachlesen +++

Ziel: Kernkompetenzen in Lesen, Schreiben und Mathematik stärken

Bisher lernten die Grundschüler schon im zweiten Halbjahr der ersten Klasse Englisch. Um die Reduzierung der Stundenzahl für Englisch auszugleichen, werde das Stundenvolumen künftig ab der dritten Klasse erhöht.

Mit dem späteren Start des Englisch-Unterrichts will die Landesregierung in den ersten und zweiten Klassen künftig die Kernkompetenzen in Lesen, Schreiben und Mathematik stärken.

Ab der 5. Klasse herrscht Maskenpflicht

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verteidigte den Schulstart in Zeiten der Corona-Pandemie. "Es ist nicht erträglich, wenn Kinder weiter nicht in der Schule sind", sagte er. Daher seien Vorsichtsmaßnahmen vor allem zu Schulbeginn erforderlich, weil es dann viele Reiserückkehrer gebe. In weiterführenden und berufsbildenden Schulen gilt Maskenpflicht. Grundschüler sind davon ausgenommen. Die Maskenpflicht ist vorläufig bis Ende August befristet.

Nordrhein-Westfalen lockerte darum auch schon die Hitzefrei-Regelungen an Schulen. Ab Mittwoch gilt: Auch für Oberstufen-Schüler kann der Unterricht von der Schulleitung abgesagt werden, wenn die Temperaturen in den Räumen auf mehr als 27 Grad steigen. "Die derzeitigen Hitzefrei-Regelungen werden angesichts der hohen Außentemperaturen und der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II vorerst ausgeweitet", sagte Gebauer dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Alle Videos zum Thema Coronavirus finden Sie hier