15. April 2019 - 13:33 Uhr

In Nordrhein-Westfalen leben so viele ausländische Einwohner wie noch nie. Ende 2018 wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland etwa 2,65 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit gezählt. "Dies ist die höchste jemals ermittelte Zahl", teilte das Landesamt für Statistik am Montag in Düsseldorf mit.

Im Vergleich zum Vorjahr gebe es fast 77.000 Ausländer oder drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Etwa jeder siebte der 17,9 Millionen Einwohner Nordrhein-Westfalens hat demnach eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Wie schon 2017 gab es den größten Zuwachs in der Gruppe der Syrer (plus 15.900), gefolgt von Rumänen (plus 14.300) und Bulgaren (plus 8600). Türken bleiben mit fast einer halben Million die größte Nationalitätengruppe unter den Nicht-Deutschen, gefolgt von Polen (rund 221.000) und Italienern (etwa 143.000). Die meisten in NRW lebenden Ausländer kommen aus Europa (über 1,8 Millionen).

Gut jeder zweite Ausländer lebte 2018 bereits seit mindestens acht Jahren in NRW und könnte somit seine Einbürgerung beantragen. Ein gutes Drittel dieser Gruppe lebte sogar schon mindestens 20 Jahre in Deutschland. Besonders gefragt ist weiterhin Köln: Hier lebten rund 233.000 Ausländer, in Düsseldorf knapp 163.000 und in Duisburg sowie Dortmund jeweils rund 114.000.

Quelle: DPA