NRW befürchtet massiven Wirtschaftseinbruch wegen Corona

Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild
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22. Mai 2020 - 13:00 Uhr

Die Landesregierung rechnet infolge der Corona-Krise mit einem massiven Wirtschaftseinbruch in Nordrhein-Westfalen. Für die gesamte Wirtschaft sei ein erheblicher und teils existenziell gefährdender Einbruch der Leistung zu befürchten, heißt es in einem am Freitag von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) vorgestellten Impulspapier für einen Neustart der Wirtschaft. Ein Rückgang "im zweistelligen Prozentbereich" sei nicht auszuschließen. Die Stimmung in der Wirtschaft und bei den Verbrauchern habe sich erheblich verschlechtert. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) NRW erwarteten mehr als drei Viertel der Betriebe eine Beeinträchtigung ihrer Geschäfte.

Mit der Corona-Soforthilfe hätten seit Ende März rund 400.000 Unternehmen eine finanzielle Unterstützung bekommen, sagte Laschet. Insgesamt hätten Land und Bund bisher mehr als vier Milliarden Euro ausgezahlt.

Pinkwart sagte: "Jetzt wäre es der größte Fehler, gegen die Krise anzusparen." Bund und Länder seien in der Pflicht. Gleichzeitig müsse die Nachfrage stimuliert werden. Haushalte müssten durch Kaufanreize gestärkt werden.

Quelle: DPA