NRW: 15-jähriger Schüler an ansteckender Meningitis gestorben

(Symbolbild) Möglicherweise haben sich Menschen im Umfeld des Teenagers angesteckt.
© dpa, Andreas Gebert, geb pzi cgl sab

15. März 2018 - 16:08 Uhr

Polizei sucht Menschen, die Kontakt zu dem Jungen hatten

Ein 15-jähriger Schüler ist in Mönchengladbach an einer Hirnhautentzündung - ausgelöst durch Meningokokken - gestorben. Die Stadt sucht nun alle, die in den vergangenen zehn Tagen Kontakt zu dem Jugendlichen hatten und sich angesteckt haben könnten. Der Schüler habe die 9. Klasse einer Realschule besucht.

Hirnhautentzündung: Symptome, Folgen und Bekämpfung

Im Falle einer Meninggokoken-Infektion wird eine rasche Antibiotika-Einnahme empfohlen. Die Infektion kann innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Die Bakterien verursachen eine Hirnhautentzündung, die sogenannte Meningitis, in seltenen Fällen eine Blutvergiftung. Symptome einer Infektion sind Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Übelkeit.

In Mönchengladbach wurden in diesem Jahr bereits zwei Infektionsfälle bekannt, im vergangenen Jahr war es einer. Bundesweit wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts im vergangenen Jahr 338 schwer verlaufende Meningokokken-Infektionen registriert, bei denen 24 Menschen starben.

Am häufigsten werden Meningokokken als Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Eine Hirnhautentzündung äußert sich durch Fieber, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und ein getrübtes Bewusstsein, starke Schläfrigkeit oder Benommenheit.