"Lage in Krankenhäuser und Intensivstationen ist dramatisch"

Wieler schlägt Corona-Alarm: Hilft bald keine Notbremse mehr?

19. April 2021 - 12:17 Uhr

Autounfall-Vergleich im Video - Wieler: "Ehrlich gesagt hilft dann auch keine Notbremse mehr"

"Stellen Sie sich vor, Sie fahren über enge Straßen in den Dolomiten, es ist kurvenreich und an einer Seite ist ein steiler Abhang. Jeder weiß, in diese Kurve kann ich nur mit 30 fahren", beginnt Lothar Wieler seinen Autounfall-Vergleich zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland. "Wenn ich hier mit 100 reinfahre, dann ist das lebensgefährlich." Wie schnell sind wir bei der aktuellen Infektionslage in Deutschland? Den ganzen Vergleich des Chefs des Robert-Koch-Instituts (RKI) aus der gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Spahn sehen Sie im Video.

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Krankenhäuser in der Pandemie: aktuelle Situation trifft sie härter als zweite Welle

Wieler blickte mit großer Sorge auf die Lage in Kliniken – speziell auf Intensivstationen. "Wir müssen die Zahlen runterbringen. Es ist naiv zu glauben, das Virus wegtesten zu können. Das funktioniert nicht", sagte der RKI-Präsident in Berlin. Dazu seien Verordnungen, wirksame Strategien und konsequente Umsetzungen nötig. RTL-Reporter Martin to-Roxel verglich diese Pressekonferenz mit bisherigen Lage-Einschätzungen von Spahn und Wieler: "Noch dramatischer als bisher – das war schon sehr sehr eindringlich."

Das zeigte sich besonders im Punkt der Klinik-Auslastungen: "Die Lage in den Krankenhäusern spitzt sich teilweise dramatisch zu und wird uns auch noch härter treffen als in der zweiten Welle", ergänzte Wieler. "Wir müssen jetzt handeln" – das ganze Statement im Video.

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Jens Spahn: "Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mahnte mit Blick auf die aktuellen Zahlen ebenfalls zum Handeln. "Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage", sagt er in Berlin. Die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor zu hoch und steige sogar noch weiter. "Die Lage auf den Intensivstationen wird täglich kritischer", betonte er wie RKI-Chef Wieler.

Er appelliere an die Bundesländer, umgehend weitere Einschränkungen zu verfügen und nicht bis Mitte nächster Woche zu warten, bis der Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz mit der bundesweiten "Notbremse" beschlossen habe. Seinen Appell sehen Sie im Video:

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