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Länder setzen Corona-Bestimmungen unterschiedlich um

Diese Regeln gelten für Schulen und Kitas in Ihrem Bundesland

Coronavirus - Schulunterricht zu Hause
Coronavirus - Schulunterricht zu Hause
© dpa, Ulrich Perrey, fdt

11. Januar 2021 - 8:17 Uhr

So geht es im Januar in Ihrem Bundesland weiter

Am Dienstag hat die Bundesregierung mit den Ländern beschlossen, dass Schulen und Kitas weitestgehend bis Ende Januar geschlossen bleiben sollen oder nur eingeschränkten Betrieb anbieten werden. Die Bundesregierung sieht "keine andere Lösung". Konkret umgesetzt wird das nun von den Bundesländern - und da zeigen sich wie immer Unterschiede. RTL hat für jedes Bundesland aufgelistet, wie es jetzt weitergehen soll.

Baden-Württemberg

Regierungschef Winfried Kretschmann will Grundschulen und Kitas ab dem 18. Januar unter Umständen wieder öffnen. Für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen gebe es entsprechend der Vereinbarung von Bund und Ländern bis Ende Januar keinen Präsenzunterricht.

Bayern

Lockerungen an Schulen und Kitas wird es nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder im Januar nicht geben. Auch nach dem Ende der Winterferien wird es deshalb bis auf Weiteres lediglich Distanzunterricht plus Notbetreuung für jüngere Kinder geben. Für Abschlussklassen gelten Ausnahmen. Der Präsenzunterricht in den Schulen soll ab Februar wieder aufgenommen werden, zunächst an den Grundschulen. Die eigentlich vom 15. bis 19. Februar geplanten Faschingsferien werde es nicht geben - in der Zeit könne Unterricht nachgeholt werden, der wegen der Pandemie ausgefallen sei, teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit.

Berlin

Die Schulen in der Hauptstadt bleiben vorerst weitgehend geschlossen. "Es ist so, dass ab dem 11. Januar weiterhin kein Regelunterricht an den Berliner Schulen stattfindet", sagte Kultursenator und Bürgermeister Klaus Lederer. Allerdings soll es ab dem 11. Januar nach Angaben der Bildungsverwaltung für die abschlussrelevanten Jahrgänge Wechselunterricht geben. Dabei sollen die Lerngruppen maximal halb so groß sein wie üblich. Ab dem 18. Januar soll es dann auch in den Klassen 1 bis 3 mindestens drei Stunden täglich Unterricht in der Schule geben, ebenfalls in Gruppen, die höchstens halb so groß wie üblich sein dürfen. Im nächsten Schritt wird diese Regel ab dem 25. Januar auf die Klassen 4 bis 6 ausgeweitet.

Brandenburg

Der Präsenzunterricht bleibt weiterhin ausgesetzt. Der Distanzunterricht wird damit zunächst verlängert. Ausgenommen bleiben weiterhin die Abschlussklassen der Jahrgänge 10 an allen Schulen, 12 an Gymnasien und 13 an Gesamtschulen, Oberstufenzentren (OSZ) sowie Schulen des Zweiten Bildungswegs. Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt "geistige Entwicklung" bleiben geöffnet, hier entscheiden die Eltern über den Schulbesuch.

Ab dem 18. Januar soll entschieden werden, ob es aufgrund eines deutlich gesunkenen Infektionsgeschehens Spielräume für eine Öffnung an Grundschulen für einen Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht in der Woche vor den Winterferien gibt. Die Notbetreuung in Grundschule und Hort wird fortgesetzt.

Die Krippen und Kindergärten bleiben geöffnet. Es wird aber an die Eltern appelliert, ihre Kinder soweit wie möglich Zuhause zu betreuen und die Ausweitung der Anspruchsdauer des Kinderkrankengelds zu nutzen.

Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sollen jedoch geschlossen werden, wenn es das regionale Infektionsgeschehen erfordert. Alleinerziehende haben einen Anspruch auf Notbetreuung, soweit es nicht anderweitig organisiert werden kann.

Bremen

In Bremen bleibt die Schulanwesenheitspflicht auch nach dem Ende der Weihnachtsferien am Freitag ausgesetzt. Damit können Eltern selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken wollen.

Hamburg

An Schulen bleibt die Präsenzpflicht aufgehoben. Die Schüler sollen möglichst online unterrichtet werden, können aber weiter betreut werden. "Distanzunterricht ist das Modell. Wir schicken aber kein Kind weg", sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). Auch in die Kindertagesstätten können Eltern bei Bedarf weiterhin ihre Kinder schicken, sofern sie sie nicht zu Hause betreuen können.

Hessen

Schüler der Klassen 1 bis 6 in Hessen müssen bis Ende Januar nicht für den Unterricht an die Schulen kommen. Die Präsenzpflicht werde für sie ausgesetzt, für Schüler ab Klasse 7 werde mit Ausnahme von Abschlussklassen grundsätzlich Distanzunterricht angeboten, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). In dieser Woche sind noch Weihnachtsferien in Hessen.

Damit ist für jüngere Schüler ab Montag (11.1.) noch Präsenzunterricht in den Schulen möglich, wenn Eltern arbeiten gehen müssen und sich nicht zu Hause um sie kümmern können. Sie würden dann in der Schule in festen Lerngruppen unterrichtet, sagte Lorz. "Ich appelliere aber an alle Eltern, ihre Kinder - wann immer möglich - im Sinne der Kontaktreduzierung zu Hause zu behalten." Schüler in Abschlussklassen sollten unter Einhaltung des Mindestabstands weiter unterrichtet werden, sagte Lorz.

Mecklenburg-Vorpommern

Im bisher vergleichsweise wenig von der Pandemie betroffenen Mecklenburg-Vorpommern sollen Kitas und Grundschulen geöffnet bleiben. "Wir machen so weiter wie bisher", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig dem NDR. Es wird zwar ausdrücklich an Eltern appelliert, ihre Kinder zu Hause zu behalten - für die Klassen 1 bis 6 bleiben Schulen aber geöffnet. Die Schülerinnen und Schüler sollen nur kommen, wenn eine Betreuung zu Hause nicht möglich ist. Ab Klasse 7 ist weiter Distanzunterricht vorgesehen. Laut der SPD-Politikerin will das Land prüfen, ob in Regionen mit einem Inzidenzwert von unter 50 schon ab 18. Januar eine frühere Rückkehr zu Präsenzmodellen infrage kommen könnte.

Niedersachsen

Niedersachsen lässt alle weiterführende Schulen gemäß der Bund-Länder-Beschlüsse bis Ende des Monats zu, wird jedoch bei Grundschulen weniger strikt sein. Laut Landesbildungsministerium werden Grundschüler nach dem Ende der Weihnachtsferien ab dem kommenden Montag zunächst eine Woche im Distanzunterricht zu Hause beschult und wechseln ab dem 18. Januar in ein Wechselmodell, bei dem sich Präsenz- und Digitalunterricht in halber Klassenstärke abwechseln.

Die Kitas in Niedersachsen stellen ab Montag auf Notbetrieb um, nur noch 50 Prozent der Plätze sind dann verfügbar. Wer genau Anspruch auf einen Platz hat, ist dem Kultusminister zufolge noch nicht ganz klar. Grundsätzlich gelte aber: Wer einen Betreuungsplatz brauche, solle auch einen bekommen. Details werden in der neuen Corona-Verordnung festgelegt, sagte Kultusminister Tonne.

Nordrhein-Westfalen

Alle Schüler in Nordrhein-Westfalen gehen nach den Weihnachtsferien am Montag, den 11. Januar, in den Distanzunterricht. Der Präsenzunterricht in den Klassenräumen wird bis zum 31. Januar ausgesetzt. Das gilt auch für Abschlussklassen.
Während des verlängerten Lockdowns bis Ende Januar sollen grundsätzlich keine Klassenarbeiten geschrieben werden. Ausnahmen gebe es lediglich für Abschlussjahrgänge, kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an. In Einzelfällen könnten hier noch für das Halbjahr zwingend notwendige Klassenarbeiten geschrieben werden.

In den Kindertagesstätten wird es ab Montag nur noch einen eingeschränkten Betrieb geben - Kitas bleiben aber grundsätzlich geöffnet. Gruppen sollen voneinander getrennt und der Betreuungsumfang für jedes Kind im Januar um 10 Stunden pro Woche reduziert werden, kündigte Familienminister Joachim Stamp (FDP) an.

Rheinland-Pfalz

Die Schulen in Rheinland-Pfalz bleiben auch in der zweiten Monatshälfte weitgehend im Fernunterricht. In der Woche vom 18. bis zum 22. Januar sollen alle Kinder und Jugendliche zu Hause lernen, wie Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) mitteilte.

Sobald die Infektionszahlen nach unten gehen und belastbarer sind als jetzt, sollen die Schulen in der letzten Januarwoche für die Klassenstufen 1 bis 6 in den Wechselunterricht übergehen. Die Lerninhalte werden dann abwechselnd zu Hause und in der Schule vermittelt. Die Präsenzpflicht für die Schülerinnen und Schüler soll weiter aufgehoben sein. Für die Abschlussklassen gibt es ab 15. Januar eine Sonderregelung mit dem Ziel, sie in geteilten Gruppen mit Abstandsregeln in der Schule zu unterrichten.

Die Kindertagesstätten bleiben weiterhin für die Jungen und Mädchen offen, deren Eltern keine Betreuung sicherstellen können. Auch Kinder mit einem besonderen Unterstützungsbedarf sollen weiter in die Kita gehen können.

Sachsen

Im besonders hart von der Pandemie betroffenen Sachsen bleiben Schulen und Kitas bis mindestens 8. Februar komplett geschlossen. Alle Schülerinnen und Schüler bleiben nach Angaben der Landesregierung zunächst bis 31. Januar im Distanzunterricht zu Hause, Ausnahmen gelten nur für Abschlussklassen älterer Jahrgänge. Für Grundschul- und Kitakinder gibt es eine Notbetreuung. Danach folgen vorverlegte Winterferien bis zum 8. Februar. Die zweite Ferienwoche soll dann in der Karwoche vor Ostern nachgeholt werden.

Sachsen-Anhalt

Wenn am Montag die Weihnachtsferien zu Ende sind, gibt es für fast alle Schülerinnen und Schüler für die kommenden Wochen nur noch Online-Angebote und Aufgaben für zuhause. Lediglich die Abschlussklassen bekommen täglichen Präsenzunterricht, wie Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte.
Nur wer eine Arbeitgeberbescheinigung für einen systemrelevanten Job hat oder alleinerziehend ist, hat für seine Kinder bis zur sechsten Klasse Anspruch auf Notbetreuung. Alle älteren Jahrgänge dürfen nicht mehr in die Schulen, sondern bekommen Fernunterricht. Dabei will Tullner darauf achten, dass es sowohl Online-Kurse als auch analoge Lernangebote wie Wochenpläne gibt. So solle verhindert werden, dass Familien einen Nachteil haben, denen technische Ressourcen für digitales Lernen fehlen, sagte Tullner.
Auch in den Kindertagesstätten herrscht in den kommenden Wochen Notbetrieb. Wie bei den Schulen gilt: Nur Eltern mit systemrelevanten Berufen könnten ihre Kinder betreuen lassen, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD).

Saarland

Bei der ausgesetzten Präsenzpflicht in den Schulen gibt es Ausnahmen: Schüler und Schülerinnen, die dieses Schuljahr an allgemeinbildenden Schulen Abschlussprüfungen ablegen, werden ab dem 11. Januar wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren. "Für sie gilt Präsenzpflicht", teilte das saarländische Bildungsministerium mit.

Das bedeutet, dass Schüler der Klasse zwölf an Gymnasien und Schüler der Klasse 13 an Gemeinschaftsschulen ab nächsten Montag zum Unterricht in Schulen kommen müssen. Für Schüler an Gemeinschaftsschulen, die in Klassen neun und zehn den Hauptschulabschluss oder den Mittleren Bildungsabschluss anstreben, beginnt der Präsenzunterricht ab dem 18. Januar.

Für Schüler und Schülerinnen der Klassen eins bis sechs, die nicht anderweitig betreut werden können, gebe es Angebote. Überlegungen, die Winterferien im Februar zu verschieben, gebe es derzeit nicht.

Schleswig Holstein

Die Landesregierung will den Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängern. "Das heißt: Präsenzunterricht wird in den Schulen auch bis Ende Januar nicht stattfinden können", sagte Regierungschef Daniel Günther (CDU). Möglichkeiten für Unterricht in den Schulen soll es im Norden vorerst nur für Abschlussklassen geben.

Thüringen

Auch im ebenfalls schwer betroffenen Nachbarland Thüringen bleiben Schulen und Kitas noch bis Ende Januar komplett geschlossen, wie die Landesregierung in Erfurt entschied. Die Winterferien sollen in die letzte Januarwoche vorgezogen werden. In der anschließenden ersten Februarwoche wird weiterhin kein Präsenzunterricht stattfinden. Erst ab Mitte Februar soll dann nach dem derzeitigen Planungsstand ein "eingeschränkter Regelbetrieb" wieder anlaufen.

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