North Carolina: Mutter im Drogenrausch ließ Landyn (3) auf der Veranda erfrieren

14. Dezember 2017 - 14:51 Uhr

Morgens lag Landyn (3) tot auf der Veranda

Während seine drogensüchtige Mutter bewusstlos im Haus lag, erfror der kleine Landyn M. nur einen Tag nach seinem dritten Geburtstag. Ein Autofahrer, der zufälligerweise morgens am Haus der Familie vorbeifuhr, sah das Kind auf der Veranda liegen und rief den Notruf. Für Landyn kam jedoch jede Hilfe zu spät. Seine Mutter Jamie Lyn B. musste sich nun vor Gericht verantworten. Die 24-Jährige muss aber nicht ins Gefängnis.

Jamie Lyn B. hörte nicht, dass ihr Sohn Landyn das Haus verließ

Warum genau der kleine Junge überhaupt draußen war, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Die Mutter hatte einen Drogencocktail aus Cristal Meth und Marihuana intus, sodass sie an dem entscheidenden Abend nicht mehr viel mitbekam. Soviel jedenfalls ist klar: Irgendwann im Laufe des Abends stand der kleine Junge draußen in der Kälte und kam nicht mehr ins Haus zurück. Jamie Lyn B. war so weggetreten, dass sie ihr verzweifeltes Kind nicht hörte. Die Glastür war am nächsten Morgen voller Fingerabdrücke von dem kleinen Jungen, der versucht hatte, wieder ins Warme zu kommen.

Vor Gericht wurde die Frau aus Morgaton nun wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Ins Gefängnis muss sie aber nicht. Sie wurde zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss sie 72 Sozialstunden ableisten und sich an alle Anweisungen des Jugendamtes halten. Sie hat nämlich noch ein weiteres Kind. Weil sie bis zum Urteil bereits acht Monate lang hinter Gittern gesessen hatte, verzichtete der Richter auf eine Haftstrafe.

"Sie hat seitdem eigentlich nicht aufgehört, zu weinen"

Die junge Mutter muss jedoch für immer damit leben, dass sie für den Tod ihres Sohnes verantwortlich ist. "Als sie Landyn auf der Veranda liegen sah, brach sie in Tränen aus und sank zu Boden. Sie hat seitdem eigentlich nicht aufgehört, zu weinen", sagte B.s Anwalt vor Gericht. Sie habe ihren Sohn niemals verletzten wollen, sagte die 24-Jährige dem 'Morgaton News Herald'. "Es war eine schreckliche Tragödie".

Auch interessant