Nordkoreanische Soldaten erschießen angeblich Flüchtlinge

14. Februar 2016 - 3:04 Uhr

Nordkoreanische Grenzsoldaten haben nach einem Medienbericht fünf Landsleute auf der Flucht aus ihrer Heimat auf chinesischem Gebiet erschossen. Zwei weitere Nordkoreaner seien bei dem Fluchtversuch über die Grenze durch Schüsse der Soldaten verletzt und wieder nach Nordkorea zurückgebracht worden, berichtete die südkoreanische Zeitung 'Chosun Ilbo'. Sie berief sich auf einen Informanten in der Provinz Jilin im Nordosten Chinas. Der Zwischenfall habe sich bereits am 14. Dezember zugetragen.

Nordkoreanische Soldaten hätten bisher noch nie auf flüchtende Bürger des Landes geschossen, sobald sie China erreicht hätten. Das lasse darauf schließen, dass die Grenzsoldaten neue Anweisungen hätten, schärfer gegen fluchtwillige Landsleute vorzugehen, hieß es. Die sieben Nordkoreaner waren dem Bericht zufolge über den zugefrorenen Grenzfluss Yalu auf die chinesische Seite gelangt. Doch die Soldaten hätten sie verfolgt und auf die Gruppe geschossen. Jedes Jahr setzen sich zahlreiche Nordkoreaner aus dem stalinistisch geprägten Staat ab. Die meisten flüchten über die Grenze nach China. Ein Großteil versucht von dort aus, nach Südkorea zu gelangen.