Nordkorea versetzt Grenztruppen in höchste Gefechtsbereitschaft

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22. August 2015 - 16:19 Uhr

Nordkorea verschärft seine Drohgebärden in Richtung Südkorea

Nach der Verschärfung der Spannungen zu Südkorea hat der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un die Grenztruppen des Landes in höchste Gefechtsbereitschaft versetzt. Die Armee-Einheiten sollen auf Befehl Kims in einen "Quasi-Kriegszustand" eintreten, berichteten die Staatsmedien.

Das kommunistische Regime in Pjöngjang drohte mit einem Angriff auf südkoreanische Stellungen. Am Donnerstag war es nach südkoreanischen Angaben zu einem Schusswechsel zwischen Artillerieeinheiten beider Länder an der Grenze gekommen.

Das Regime in Nordkorea hat in der Vergangenheit schon mehrmals den Kriegszustand ausgerufen. Auch droht es Südkorea sowie dessen Verbündeten USA regelmäßig mit Militärschlägen. Mit der jetzigen Drohung reagiert Nordkorea auf die Wiederaufnahme der Propagandasendungen an der Grenze durch Südkoreas Streitkräfte. Die Kommandanten der Volksarmee seien zu den Truppen an der Frontlinie geschickt worden, um die "Werkzeuge der psychologischen Kriegsführung zu zerstören", falls Südkorea innerhalb von 48 Stunden seine Propaganda an der Grenze nicht einstelle, hieß es in Pjöngjang.

Die Truppen sollten vollständig kampfbereit sein, um "Überraschungsoperationen unternehmen zu können". Das Ultimatum hatte Nordkorea bereits am Donnerstag gestellt. Es läuft demnach am Samstag aus. Das Verteidigungsministerium in Seoul warnte, Südkorea werde auf neue Provokationen mit aller Schärfe antworten.