Nordkorea plant Veröffentlichung eines Menschenrechtsberichts

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12. August 2014 - 10:18 Uhr

"Freies und glückliches Leben im sozialistischen System"

Das kommunistische Regime Nordkoreas will internationalen Vorwürfen gravierender Menschenrechtsverletzungen mit einem eigenen Bericht von einer "rosigen Zukunft" seiner Bürger begegnen. Der nordkoreanische Verband für Menschenrechtsstudien warf den USA und anderen "feindseligen Kräften" vor, Lügen und Erfindungen zur Menschenrechtslage in Nordkorea zu verbreiten. Der Verband plane einen umfangreichen Bericht, um das wahre Gesicht der Nordkoreaner zu zeigen, wie sie ein "freies und glückliches Leben im sozialistischen System leben", wurde ein Vertreter der 1992 gegründeten Organisation von den staatlichen Medien zitiert.

Wann der Report erscheinen soll, blieb unklar. Die USA und andere Nationen arbeiteten daran, "die Ideologie des Landes und das soziale System zu zerstören", hieß es. Der Verband habe aktiv an der Änderung der nordkoreanischen Menschenrechtsgesetze teilgenommen. Die Ankündigung erfolgte gut sechs Monate nach der Vorstellung des Berichts einer UN-Untersuchungskommission über Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Nordkorea. Darin hieß es unter anderem, Nordkorea sei ein totalitärer Staat, in dem als politisch unzuverlässig eingestufte Menschen systematisch ermordet oder als Arbeitssklaven missbraucht werden. Nordkorea hatte empört auf den Bericht reagiert.