Nordkorea fordert Übergabe von Flüchtlingen

14. Februar 2016 - 2:52 Uhr

Nach der Flucht von neun Landsleuten über die Seegrenze ins Nachbarland Südkorea hat das kommunistische Nordkorea deren sofortige Übergabe gefordert. Falls sie nicht zurückgeschickt werden, würden sich die Beziehungen beider Länder weiter verschlechtern, hieß es in einer Mitteilung des nordkoreanischen Rot-Kreuz-Verbandes an die südkoreanische Gegenseite. Sie sollten zusammen mit ihren Booten zurückgebracht werden.

Nach Berichten südkoreanischer Medien hatten die neun Nordkoreaner am vergangenen Samstag in zwei kleinen Booten die streng bewachte Seegrenze im Gelben Meer überquert. Zunächst war nur von einem Boot die Rede. Als sie vom südkoreanischen Militär vor der Westküste aufgegriffen worden seien, hätten sie ihren Wunsch nach Aufnahme in Südkorea geäußert. Zu der Gruppe gehörten den Berichten zufolge drei Männer, zwei Frauen und vier Kinder. Sie wurden vom Militär und dem Geheimdienst nach ihren Fluchtmotiven befragt.