Norbert Röttgen will sich mit Markus Söder beraten

CDU-Vorsitz: Wenn Röttgen gewinnt, dann Söder Kanzler-Kandidat?

15. Januar 2021 - 10:43 Uhr

Röttgen: "...werden wir sehr zügig und vertraulich zusammenkommen"

Am Samstag wird der neue Vorsitzende der CDU gewählt – und somit vermutlich auch der Kanzlerkandidat der CDU. Oder etwa nicht? Der CDU-Politiker Norbert Röttgen hat betont, dass er im Fall seiner Wahl zum neuen Parteivorsitzenden "sehr zügig" mit CSU-Chef Markus Söder über die Kanzlerkandidatur der Union beraten will.

"Werde ich zum Parteivorsitzenden gewählt, werden wir sehr zügig und vertraulich zusammenkommen und zu gegebener Zeit einen Vorschlag machen, welcher Kandidat für die Unionsparteien die besten Chancen bei den Wählerinnen und Wählern hat", hatte Röttgen der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger" gesagt.

Im RTL-Interview präsentiert sich Röttgen voller Energie und optimistisch für die Wahl am Samstag. Was ihn und die Partei im Fall seines Wahlsieges erwartet, erklärt er im Video.

Norbert Röttgen gegen Koalitionsdiskussion vor Bundestagswahl

"Diese Wahl ist so bedeutend, dass es darum geht, die Bestaufstellung für den Wahlsieg zu erreichen", so Röttgen im RTL-Interview. Markus Söder und er werden sich zusammensetzen, und "wir werden uns einordnen in das Interesse der Union. Darum geht es und nicht um uns und unser Ego," so Röttgen auf die Frage, ob nicht Markus Söder auch Kanzlerkandidat werden könne.

Auf die Frage nach möglichen Koalitionspartnern der CDU nach der Bundestagswahl sagte er: "Ich bin strikt dagegen, dass die CDU eine Koalitionsdiskussion führt vor der Bundestagswahl. Das wird es unter meiner Führung nicht geben. Und darum mache ich auch keine Koalitionszusagen, auch keine Koalitionsabsagen."

Am Wochenende wird auf einem digitalen Parteitag über die Nachfolge von CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer entschieden. Zur Wahl stehen neben Röttgen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz. Und wer welche Chancen hat, wer welche Unterstützer – das ordnet unsere Reporterin Franca Lehfeldt im Video ein.