RTL/ntv Frühstart

Norbert Röttgen: Grenzen erst wieder auf, wenn ein Impfstoff da ist

24. April 2020 - 10:15 Uhr

CDU-Politiker warnt vor falschen Erwartungen

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, glaubt, dass die deutschen Grenzen erst wieder geöffnet werden könnten, wenn erfolgreich ein Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt wurde. "Wir haben aktuell ganz außergewöhnliche Umstände", sagte er im RTL/ntv "Frühstart". "Bis es einen Impfstoff gibt, wird es unsere dauernde Aufgabe sein, die Entwicklung unter Kontrolle zu bekommen." Deutschland und die Welt stünden erst am Anfang der Virus-Pandemie. "Wir müssen an der Wahrheit bleiben und dürfen keine falschen Erwartungen schüren."

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Deutsche Grenzen sind zum Teil seit Wochen dicht

Erst diese Woche waren die Kontrollen an den Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz bis zum 4.Mai verlängert worden. Einreisen darf nur, wer einen triftigen Grund dafür hat. Und genauso ist es auch andersherum: Zum Beispiel dürfen Deutsche derzeit nicht nach Österreich oder in die Schweiz einreisen, wenn sie dort nicht dauerhaft wohnen oder beruflich tätig sind.

Röttgen: EU-Hilfspaket reicht noch nicht aus

CDU-Außenpolitiker Röttgen lobte im RTL/ntv-Interview das am Donnerstag beschlossene Corona-Hilfspaket der EU für Kurzarbeiter, Unternehmen und verschuldete Staaten - das könne aber nur eine Brücke sein. 540 Milliarden Euro seien zwar nicht nichts, dennoch müsse "konkrete Hilfe geleistet werden in einer Dimension, die den Dimensionen dieser Krise gerecht wird", so Röttgen. "Der Fonds muss groß sein." Mit dem geplanten europäischen Wiederaufbaufonds in Höhe von 1,2 Billionen Euro habe die EU ein Instrument in der Hand, das "nun gefüllt werden" müsse. Die EU-Kommission ist mit der konkreten Ausgestaltung betraut.

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