Norbert Röttgen im Frühstart

FFP2-Maskenpflicht ist "verfrüht"

13. Januar 2021 - 11:15 Uhr

Kommt die bundesweite FFP2-Maskenpflicht?

Der Kandidat für den CDU-Parteivorsitz, Norbert Röttgen, sieht noch keinen Grund für eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr. "Ich halte das noch für verfrüht", sagte Röttgen im "Frühstart" von RTL/ntv (im Video).

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte angekündigt, dass in Bayern von Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften gilt.

Röttgen sagte, man müsse den Menschen zunächst erklären, warum die FFP2-Maske wirksamer sei und worin die Unterschiede zu einem normalen Mund-Nasen-Schutz liegen. "Das muss zuerst gesagt werden, dann kann man über Kontrollen reden", so Röttgen. Weiter sagte der CDU-Politiker: "Ich bin ja dafür, dass wir vor allen Dingen die Bevölkerung mitnehmen und dass wir ihr nicht unterstellen, dass die Bevölkerung das nicht einsieht und darum kommen Pflichten, Kontrolle und Zwang."

CDU-Parteivorsitz: Röttgen gibt sich kämpferisch

Mit Blick auf den CDU-Parteitag, auf dem Norbert Röttgen als Kandidat für den Parteivorsitz antritt, gibt sich der Politiker kämpferisch. "Ich bin ja gestartet als ein Außenseiter, wo man gefragt hat: Wo sind dessen Truppen? Wo sind die Machtstrukturen?", sagte Röttgen. Nun hätte sich seine "Machtstruktur" von alleine ergeben. Es seien die Delegierten und Mitglieder, die sich hinter ihm versammelt hätten.

Röttgen warnte auch davor, die Parteitagsdelegierten in Lager einzuteilen: "Ich bin kein Lager und wir dürfen auch nicht in Lagern in der CDU denken. Das ist der Anfang vom Ende."

Trotzdem gehe Röttgen davon aus, sollte es zu einer Stichwahl zwischen ihm und Friedrich Merz kommen, dass sich die Laschet-Delegierten dann hinter Röttgen versammelten: "Das wird ganz oft geäußert."