Nonnemacher: Familien in Corona-Pandemie besonders belastet

Ursula Nonnemacher hebt die Hand. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbbild/dpa
Ursula Nonnemacher hebt die Hand. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbbild/dpa
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08. November 2021 - 15:52 Uhr

Potsdam (dpa/bb) - Die Leistungen der Familien in der Corona-Pandemie hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) gewürdigt. "Familien sind das Rückgrat unserer Gesellschaft, das hat die Pandemie deutlich gezeigt", sagte sie am Montag in Potsdam. Sie äußerte sich auf der Fachtagung "Mit der Familie durch die Corona-Krise" der Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände.

Vorgestellt wurden erste Ergebnisse einer Elternbefragung der Fachhochschule Potsdam im Auftrag der Landesarbeitsgemeinschaft und finanziert aus 10.000 Euro Lottomitteln des Ministeriums. Daran nahmen mehr als 1600 Eltern oder Elternhäuser teil. Die größten Belastungen wurden danach mit Blick auf Berufstätigkeit, Kinderbetreuung und Homeschooling genannt.

Knapp die Hälfte der Befragten fühlte sich psychisch enorm belastet. Zudem wurde eine spürbare Zunahme an Konflikten innerhalb der Familie und in Paarbeziehungen benannt. Deutlichen Verbesserungsbedarf sehen fast alle Familien bei der Organisation von Schule und außerschulischen Bildungsangeboten. Von Arbeitgebern wird mehr Verständnis und Unterstützung gewünscht. Je besser Eltern durch die Krise kämen, desto besser könnten sie ihren Kindern dabei helfen, selbst stark zu werden, sagte der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft, Matthias Milke.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände setzt sich für die Interessen und Rechte von Brandenburger Familien in Politik und Gesellschaft ein.

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Quelle: DPA