RTL News>News>

#NoHateSpeech von Katrin Göring-Eckhardt: "Euer Dreck spornt mich an"

#NoHateSpeech von Katrin Göring-Eckhardt: "Euer Dreck spornt mich an"

Hass-Einträge müssen schneller gelöscht werden

Gewaltaufrufe und widerliche Hetze findet man immer häufiger in sozialen Medien. Mit einer ungewöhnlichen Aktion geht die Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Katrin Göring-Eckardt, gegen fremdenfeindliche Einträge vor.

In einem Video-Beitrag verliest Göring-Eckardt Hasskommentare, die an sie gerichtet sind. Dabei sind die Einträge teilweise sehr persönlich und verletzend: "Ich kann raten, das Land zu verlassen, denn schon bald schon stehen wir vor Ihnen. Ihr gehört alle an den nächsten Baum aufgehängt. Ihr seid schwerstkriminell und gekauftes Pack."

Die Politikerin sagt, dass Internet nicht nötig sei, um Hassbotschaften zu vermitteln. Es geht "oldschool auch Faxe", wie Göring-Eckhardt am Ende des Videos sagt: "Ich persönlich werde Sie foltern und quälen, bis Sie nicht mehr wissen, wie Sie heißen", heißt es darin.

Keine Erwartungen an Treffen zwischen Maas und Facebook-Managern

"Das ist Dreck, der gehört in die Mülltonne", sagt die empörte Politikerin dazu. Sie betont aber auch, dass sie sich nicht klein kriegen lässt: "Euer Dreck spornt mich an." Die Aktion sei stellvertretend auch für viele Flüchtlingshelfer, die sich öffentlich nicht wehren könnten, sagt Göring-Eckardt in dem Video.

Weiter fordert sie Facebook auf, gegen fremdenfeindliche Einträge vorzugehen und mahnt das Online-Netzwerk: "Sorgt endlich dafür, dass solcher Hass, dass solcher Dreck nicht mehr auf den Seiten von Facebook steht." Solche Einträge müssten gelöscht werden. Entsprechende Forderungen hatte auch Justizminister Heiko Maas (SPD) gegenüber Facebook erhoben.

Für kommenden Montag ist ein Gespräch zwischen Maas und Facebook-Managern geplant. "Von dem Treffen zwischen Heiko Maas und Facebook erwarte ich mir leider nicht viel", sagte Göring-Eckardt auf Anfrage. Deshalb müsse der Druck auf Facebook jetzt erhöht werden. Wer Beleidigungen und Volksverhetzung finde, sollte die Datenschutzbeauftragten in den Bundesländern informieren und Strafanzeige erstatten. Es gelte die Meinungsfreiheit. "Die hat aber ihre Grenzen, wenn zu Gewalt gegen Personen aufgerufen oder widerliche Hetze betrieben wird."