Doppelpack weiter fraglich

Noch keine Ausnahmegenehmigung für F1-Rennen in Silverstone

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© REUTERS, John Sibley, /FW1F/Kenneth Ferris

23. Mai 2020 - 15:23 Uhr

Noch ist der England-GP nicht verloren

Der Formel-1-Doppelpack in Silverstone steht weiter auf der Kippe. Trotz großer Bemühungen haben die Veranstalter wie andere Sportorganisationen auch bisher keine Ausnahmeregelung von den strengen Quarantänevorschriften bekommen. Das berichtet der "Guardian". Einen Funken Hoffnung gibt es dennoch.

Entscheidung nicht endgültig - aber vertagt

Die Rennen in Silverstone sind für den 26. Juli und 2. August geplant. Doch die Corona-Maßnahmen des britischen Premierministers Boris Johnson sehen für alle Flugreisenden nach ihrer Ankunft in England eine zweiwöchige Quarantäne vor. Sollte eine Selbst-Isolation nach der Einreise nötig sein, wären die Termine nicht zu halten. Die Veranstalter wiesen darauf hin, dass dies erhebliche Auswirkungen auf zehntausende mit dem Sport verbundene Arbeitsplätzen haben würde. Sieben der zehn Formel-1-Teams haben ihren Sitz in Großbritannien.

"Wir sind uns bewusst, dass im Sommer eine Reihe hochkarätiger internationaler Sportveranstaltungen stattfinden sollen", zitierte die englische Zeitung eine nicht genannte Regierungsquelle. "Diese Ereignisse setzen strenge Protokolle voraus, damit sie funktionieren können. Wir werden in den kommenden Wochen mit allen zusammenarbeiten und am nächsten Überprüfungspunkt weitere Einzelheiten darlegen."

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Regierung will Corona-Entwicklung abwarten

Wie die Regierungsquelle dem Guardian sagte, sei die Tür für den Spitzensport noch nicht zu. Die vorübergehenden Gesundheitsmaßnahmen würden regelmäßig überprüft.

Derzeit plant die Formel 1 nach Absagen oder Verschiebungen der ersten zehn Saisonläufe einen Start Anfang Juli in Österreich. Auch in Spielberg soll es wegen der Corona-Krise zum Auftakt zwei Rennen ohne Zuschauer geben.

RTL.de/DPA