Nobelpreis: China verweigert Kritikern die Ausreise

14. Februar 2016 - 2:36 Uhr

Vor der Zeremonie zur Verleihung des Friedensnobelpreises an den inhaftierten chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo in Oslo hat China mehreren Kritikern die Ausreise verweigert. Vermutlich soll verhindert werden, dass sich chinesische Regimekritiker zur Vergabefeier in der norwegischen Hauptstadt einfinden. Jüngstes Opfer war der bekannteste chinesische Gegenwartskünstler Ai Weiwei, der am Donnerstag an einer Reise nach Südkorea gehindert wurde.

Auch dem sozialkritischen Ökonomen Mao Yushi wurde am selben Tag am Pekinger Flughafen die Ausreise verweigert. Er hatte zu einer Konferenz nach Singapur fliegen wollen. Ferner wurde dem pensionierten Professor der Universität in Nanjing, Sun Wenguang, die Ausstellung eines Reisepasses verweigert, weil er offen erklärt hatte, nach Oslo reisen zu wollen.