Langfristprognose mit Kleingedrucktem

NOAA Herbst- und Winterprognose für die nächsten 6 Monate

© dpa, Uli Deck, ude bwe

19. August 2019 - 15:44 Uhr

Die nächsten sechs Monate werden in Deutschland allesamt zu warm, die Niederschläge sind allerdings recht ausgeglichen. Noch Fragen? Nein? Dann können wir vom Wetter jetzt Urlaub machen.

Ein großes Experiment

Und so kommen wir auf diese gewagte Aussage. Wir zeigen heute mal, was die Kollegen der NOAA, der amerikanischen Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration, für ihre Langfristprognosen errechnet haben. Sie werfen immer gleich für sechs Monate im Voraus einen Blick aufs Wetter. Nein, das ist so nicht richtig, nicht aufs Wetter. Die NOAA berechnet bei dieser experimentellen Langfristprognose die voraussichtliche Temperatur- bzw. Niederschlagsmengenabweichung zum langjährigen Durchschnitt.

Experimentell eben deswegen, weil natürlich auch ihnen klar ist, dass das Wetter ein chaotisches System ist und Prognosen, die über einen längeren Zeitraum gehen, total unsicher sind. Aus den NOAA-Berechnungen lässt sich eine Tendenz ablesen, nicht das Wetter vorhersagen. So kann es trotz kühler Tendenz durchaus auch heiße Tage geben und umgekehrt.

September 2019 bis Februar 2020

Die NOAA gibt diese Prognosen jede Woche heraus. Jeden Montag können wir mit den Wissenschaftlern und Computern einen neuen Blick in die Temperatur- und Niederschlag-Glaskugel werfen. Auf Grundlage der Daten vom 3. bis 13. August hat sie für die Temperaturabweichung  fiolgende Daten ermittelt:

Fazit

Die Abweichungen der Niederschlagsmengen fallen da moderater aus. Freuen wir uns also erst einmal auf einen goldenen Herbst und Winter mit niedrigen Heizkosten, und wenn es doch anders kommt, ist es auch in Ordnung.