19. Mai 2019 - 13:08 Uhr

Kovac wird bei Fangesängen emotional

Niko Kovac hat etwas geschafft, was vor ihm nur dem Kaiser Franz (Beckenbauer) höchstpersönlich gelungen ist – und trotzdem schreibt die Presse den Kroaten schon seit Tagen aus dem Trainerstuhl des FC Bayern. Unmittelbar nach dem Gewinn der Meisterschaft bezog Kovac nun klar Stellung zu den Querelen um seine Person.

Medien schreiben Kovac aus dem Amt

Als die Bayern-Fans in der Allianz Arena inmitten des Meisterschaftsfinales gegen Eintracht Frankfurt (5:1) seinen Namen anstimmten, wurde Kovac sichtlich emotional. "Natürlich berührt einen das", sagte er unmittelbar nach der Partie bei Sky: "Das Publikum hat ein gutes Gefühl - dafür möchte ich mich bei allen bedanken."

Bayern-Fans wollen, dass Kovac bleibt

Derartige Rückendeckung bekam Kovac in dieser Saison selten, weder von den Anhängern, noch von der Chefetage oder den Medien. Dass er nun als erst zweiter Münchner nach Beckenbauer sowohl als Spieler als auch Trainer den Meistertitel mit den Bayern gewonnen hat, erschien kaum relevant. Stattdessen behauptete ein Internetportal zuletzt ohne Vorlage von Beweisen, dass der 47-Jährige auch beim Gewinn des Doubles (das DFB-Pokalfinale folgt kommenden Samstag) seinen Hut nehmen müsse.

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Kovac: "Habe andere Informationen aus erster Hand"

Diesen Spekulationen trat Kovac wenige Minuten nach dem Gewinn der Meisterschaft entschieden entgegen. "Ich habe andere Informationen aus erster Hand. Ich bin überzeugt, dass es weiter geht", sagte er.

Aber ob ihm dieses klare Statement alle glauben?

Die Bayern-Bosse vermieden eine hundertprozentige Zustimmung. Sportdirektor Hasan Salihamidzic sprach aber von "voller Rückendeckung" für den Coach.

Weitere Argumente könnte Kovac der Gewinn des DFB-Pokals am kommenden Samstag gegen RB Leipzig liefern. Gelingt ihm das, sorgt er übrigens für ein Novum: Noch nie gelang es einem Trainer, mit zwei Vereinen in zwei Jahren das DFB-Pokalendspiel zu gewinnen. Nicht einmal Franz Beckenbauer.