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Niki Lauda will insolvente Airline Niki übernehmen

Niki Lauda will insolvente Airline Niki übernehmen

Ist mit Niki Lauda ein Retter für die Airline Niki in Sicht?

Niki Lauda sieht eine reelle Möglichkeit, die insolvente Fluglinie Niki zu übernehmen. "Die Chance ist sehr groß geworden. Die Chancen sind jetzt sehr gewachsen", sagte der Niki-Gründer im ORF. Am Freitag will er sich mit dem Insolvenzverwalter in Frankfurt treffen. Seiner Aussage nach hänge nun alles von den Details eines möglichen Deals ab. Wichtigste Frage sei, wie viele Flugzeuge tatsächlich noch vorhanden seien, so der 68-Jährige. "Dann kann man den Preis bestimmen und wieder verhandeln."

Niki-Pleite: Was passiert mit den Flügen?

Der ehemalige Rennfahrer und Unternehmer Niki Lauda hatte Niki 2003 gegründet und war 2011 ausgestiegen. Die Air-Berlin-Tochter hat in der Nacht zum Donnerstag den Flugbetrieb mit ihren 21 Maschinen eingestellt. Von der Pleite der Fluglinie sind rund 1.000 Mitarbeiter betroffen.

Die Insolvenz der Fluggesellschaft Niki trifft auch Zehntausende Fluggäste. Sie haben aber die Aussicht, dennoch schnell nach Hause zu kommen. Nach dem Ende für die Ferienfluglinie Niki sollen gestrandete Passagiere schnell in die Heimat zurückgebracht werden. Mehrere Fluggesellschaften wollen beim Rücktransport von bis zu 40.000 Niki-Kunden aus dem Ausland helfen. So plant Tuifly Sonderflüge. Vor Tuifly hatte der Ferienflieger Condor angekündigt, Passagiere, die direkt bei Niki gebucht haben, kostenfrei nach Deutschland zurückzufliegen, soweit Sitzplätze verfügbar seien. Wie Condor will auch Tui Urlaubern helfen, die keine Pauschalreise, sondern nur ein Niki-Flugticket gebucht haben und nun am Reiseziel festsitzen. Wenn sie als Ersatz für den ausgefallenen Rückflug bis Ende Dezember einen Flug bei Tuifly buchten, erstatte ihnen die Airline 50 Prozent des Ticketpreises, hieß es.

Über 400.000 Niki-Buchungen für die nächsten zehn Monate

Reisende besteigen eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft NIKI auf dem Flughafen von Palma de Mallorca
Niki Lauda sieht eine Chance, die insolvente Fluglinie Niki zu übernehmen.
imago stock&people, imago/Action Pictures

Nach Angaben des Insolvenzverwalters Lucas Flöther wollen in den kommenden 14 Tagen rund 40.000 Flugreisende mit Niki ihre Heimreise antreten. Davon haben rund 15.500 ihre Reise selbst gebucht, die anderen 24.500 über einen Reiseveranstalter. Bis zum Ende des Sommerflugplans im Oktober 2018 gebe es insgesamt 410.000 Buchungen bei Niki, davon 200.000 Eigenbuchungen.

Bei Pauschalreisen müssen sich nach deutschem Recht die Veranstalter um die Rückflüge kümmern.