RTL News>Formel 1>

Niki Lauda: Sebastian Vettel war schuldig am Singapur-Crash

Niki Lauda: Sebastian Vettel war schuldig am Singapur-Crash

Niki Lauda: Normaler Crash? Das hat mich überrascht

Der Startunfall des Singapur-GP s beschäftigt die Formel-1-Welt auch eine Woche später noch. Niki Lauda war überrascht, dass der Crash als normaler Rennunfall eingestuft wurde - und legt sich auf einen Schuldigen fest.

Niki Lauda: Sebastian Vettel "Auslöser der ganzen Misere"

SHANGHAI, CHINA - APRIL 08:  Mercedes GP non-executive chairman Niki Lauda in the Paddock during final practice for the Formula One Grand Prix of China at Shanghai International Circuit on April 8, 2017 in Shanghai, China.  (Photo by Clive Mason/Gett
Für Niki Lauda ist klar: Sebastian Vettel war der Auslöser des Start-Unfalls in Singapur.
wt, Getty Images, Bongarts

In Singapur wollte Sebastian Vettel zurückschlagen und die Führung in der WM-Wertung wieder übernehmen. Nach seiner Traumrunde im Qualifying und der damit verbundenen Pole-Position sah es auch so aus, als würde für Ferrari alles nach Plan laufen. Doch Sekunden nach dem Start lag die Ferrari-Welt in Trümmern.

"Für mich ist und war eindeutig, dass Sebastian nach dem Start nach links gezogen ist, um den in der Mitte fahrenden Max Verstappen abzuwehren und sich gleichzeitig aber wohl nicht bewusst war, dass das ein riskantes Manöver vor dem kompletten Fahrerfeld war", sagte Niki Lauda der 'Welt'. Sebastian Vettel sei daher "der Auslöser der ganzen Misere" gewesen, argumentierte der Mercedes-Aufsichtsratchef.

RTL-Experte Timo Glock analysiert den Start-Unfall

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Niki Lauda: Riskantes Manöver war taktischer Fehler

Dass die Rennleitung den Crash als ganz normalen Rennunfall eingestuft hatte, "das hat mich, ehrlich gesagt, ein wenig überrascht", so der 68-Jährige. "Natürlich kann man sowas als Rennunfall bezeichnen, aber schuldig war in dem Fall Sebastian."

Zudem sei das riskante Manöver im Kampf mit Lewis Hamilton um den WM-Titel ein taktischer Fehler gewesen. "Wenn ich in der WM-Wertung führe, gehe ich in der ersten Kurve nicht ein solches Risiko ein", sagte Niki Lauda. "Vor allem bei einem Rennen und auf einer Strecke, auf der ich als gesetzter Favorit starte."

Da Valtteri Bottas auf seinen Teamkollegen Lewis Hamilton schon 51 Zähler Rückstand hat, ist für Niki Lauda im Hinblick auf eine zukünftige Stallregie "vollkommen logisch, dass die Mercedes-Speerspitze der Lewis ist".