Nigeria: 50 Mädchen nach Boko-Haram-Angriff auf Schule vermisst

Boko Haram sorgte 2014 mit der Entführung von mehr als 200 überwiegend christlichen Schülerinnen aus dem Ort Chibok weltweit für Entsetzen.
Boko Haram sorgte 2014 mit der Entführung von mehr als 200 überwiegend christlichen Schülerinnen aus dem Ort Chibok weltweit für Entsetzen.
© AFP, HO

21. Februar 2018 - 22:13 Uhr

Sind die Mädchen geflüchtet oder wurden sie entführt?

Nach einem erneuten Angriff der islamistischen Terrormiliz Boko Haram auf eine Schule im Nordosten Nigerias werden rund 50 Mädchen vermisst. Unklar ist, ob die Schülerinnen nur geflohen sind oder ob sie von den Extremisten verschleppt wurden. Nach dem Angriff vom Montag auf die weiterführende Schule im Ort Dapchi fehle von den Mädchen jede Spur, erklärte der Bildungsminister des betroffenen Bundesstaat Yobe, Mohammed Lahin. Während des Angriffs seien viele Lehrer und Schülerinnen geflohen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Terrormiliz verschleppte 2014 hunderte Schülerinnen

Boko Haram sorgte 2014 mit der Entführung von mehr als 200 überwiegend christlichen Schülerinnen aus dem Ort Chibok weltweit für Entsetzen. Viele von Boko Haram entführte Mädchen und Frauen werden als Sexsklavinnen gehalten oder zwangsverheiratet. Die Extremisten setzen auch immer wieder Frauen bei Selbstmordattentaten ein. 

Bei einem Angriff der Islamisten im Norden Kameruns nahe der nigerianischen Grenzen kamen unterdessen mindestens sechs Menschen ums Leben, wie Provinzgouverneur Midjiyawa Bakary erklärte. Bei dem Angriff im Dorf Assigahsia habe es mehrere Verletzte geben, zahlreiche Häuser seien niedergebrannt worden. 

Bei Anschlägen und Angriffen der Terrormiliz sind im Nordosten Nigerias und den angrenzenden Gebieten seit 2009 mindestens 20.000 Menschen getötet worden. Rund 2,5 Millionen Menschen sind in der Region vor der Gewalt geflohen.

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