Nigeria: 40 Tote bei Attentat an Bushaltestelle

Immer wieder kommt es in Nigeria zu gewaltvollen Attentaten hinter denen Boko Haram vermutet wird.
Immer wieder kommt es in Nigeria zu gewaltvollen Attentaten hinter denen Boko Haram vermutet wird.
© REUTERS, STRINGER

28. November 2014 - 14:49 Uhr

"Überall liegen Leichen auf dem Boden"

Bei einem Bombenanschlag im Nordosten Nigerias sind rund 40 Menschen getötet worden. Der Sprengsatz sei an einer Bushaltestelle an einer belebten Kreuzung rund 30 Kilometer westlich der Stadt Mubi detoniert, berichteten Augenzeugen und Sicherheitskräfte.

"Überall liegen Leichen auf dem Boden", so ein Augenzeuge. Unter den Toten seien auch fünf Soldaten. Mehrere Busse seien in Flammen aufgegangen. Mubi liegt nahe der Grenze zu Kamerun. Die Stadt war im vergangenen Monat von der radikalislamischen Boko Haram eingenommen worden, die Extremisten wurden aber wieder vertrieben.

Zu dem Anschlag hat sich bisher niemand bekannt. Allerdings hat die Boko Haram immer wieder Attentate verübt. Erst am Dienstag waren bei Anschlägen zweier Selbstmordattentäterinnen in Maiduguri mehr als 40 Menschen getötet worden.

Boko Haram heißt auf Deutsch so viel wie "westliche Bildung ist Sünde". Die Gruppe kämpft seit 2009 für einen streng islamischen Staat nach den Grundsätzen der Scharia. Tausende Menschen wurden seither getötet. Die Gruppe kontrolliert weite Landesteile im Nordosten Nigerias. Das Land ist Afrikas größter Erdölproduzent.