15. April 2019 - 17:13 Uhr

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der niedersächsischen Polizei arbeitet seit Montag auch von Oldenburg aus. Die Behörde hat damit neben Hannover nun einen zweiten Standort im Bundesland, wie das Innenministerium mitteilte. Durch den islamistischen Terrorismus habe sich die Sicherheitslage in Deutschland dauerhaft verändert, sagte Landespolizeidirektor Knut Lindenau. Deshalb sei eine stärkere Präsenz in der Fläche notwendig. Bei Einsätzen an der Küste oder an der niederländischen Grenze seien die Anfahrtswege bisher bis zu 240 Kilometer lang gewesen.

Für den Aufbau des neuen Standortes hat das Innenministerium im vergangenen Jahr 20 zusätzliche Stellen beim Landeskriminalamt geschaffen, dem das SEK angegliedert ist. Der Standort Oldenburg soll nach einem Gebäudeumbau zum Jahreswechsel voll arbeitsfähig sein. Das SEK wird vor allem im Kampf gegen Terroristen und organisierte Kriminalität eingesetzt.

Quelle: DPA