Neue Perspektiven

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: Mehr Freiheit für Geimpfte und Getestete absehbar

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen.
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23. Februar 2021 - 8:49 Uhr

Restaurantbesuch und mehr möglich?

Wer gegen Corona geimpft oder negativ auf das Virus getestet ist, könnte nach den Worten von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mehr Freiheiten bekommen. "Immer mehr Menschen werden nach und nach geimpft werden", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). "Wenn dann auch keine Ansteckungsgefahr mehr bestehen sollte, könnte auch ein Restaurantbesuch und manches mehr möglich sein."

Wege zu mehr Freiheiten seien absehbar

Tests, die ein negatives Ergebnis aufweisen, nannte Stephan Weil als zweiten Weg. Wenn die neue Schnelltest-Generation leichter handhabbar und zugleich zuverlässig sei, ergäben sich daraus ganz neue Perspektiven. Dies sei zwar noch Zukunftsmusik, beide Wege zu mehr Freiheiten seien dennoch absehbar. Beide sollten aus Sicht Weils zeitgleich eröffnet werden. Dann gäbe es eine Alternative für diejenigen, die noch nicht geimpft werden könnten, und keine Diskussion über Privilegien. "Und am besten werden beide Wege durch eine bundesweite App zusammengeführt, etwa die vorhandene Corona-Warn-App."

Impfstoff für weitere Personengruppen

Der Druck der Bevölkerung auf die Politik wächst, endlich wieder mehr Freiheiten zu bekommen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will jetzt das Ruder herumreißen. Er und seine Amtskollegen der Länder folgen der Forderung, dass Erzieher und Lehrer schneller geimpft werden sollen.

Ministerpräsident Stephan Weil hatte laut des Niedersächsischen Kultusministeriums bereits seit langem die Aufnahme von Lehr- und Betreuungskräften in die Priorisierungsgruppe zwei gefordert. Stephan Weil: "Es ist gut, dass der Bundesgesundheitsminister jetzt zumindest für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Grundschulen, Förderschulen und Kindertagesstätten eine frühzeitige Impfung vorsieht. Allerdings ist das nur ein erster Schritt. Es ist nicht zu verstehen, dass die Lehrerinnen und Lehrer von älteren Kindern und Jugendlichen ausgenommen sind. Die Bundesregierung sollte in dieser Hinsicht keine halben Sachen machen."

Quelle: DPA / RTL.de