Niedersachsen: Sturmtief "Siglinde" facht Flammen im Moor immer wieder an

Sturmtief "Siglinde" sorgt für ungemütliche Nacht

Es war eine ungemütliche Nacht, besonders im Norden Deutschlands. Sturmtief "Siglinde" traf auf die Nordseeküste und hatte jede Menge ungemütliches Herbstwetter im Gepäck. Besonders die Feuerwehr in Neustadt am Rübenberge (Niedersachsen) hatte mit den Sturmfolgen zu kämpfen. Denn dort brannte das Moor. Der starke Wind fachte die Flammen immer wieder an.

Wind facht das Feuer immer wieder an

Doch nicht nur der Wind macht den Feuerwehreinsatz so schwierig. Weil der Boden zu weich ist, können die Einsatzkräfte nicht mit schwerem Gerät bis an den Brand heran. Um das Feuer unter Kontrolle halten zu können, wurden darum kilometerweise Schläuche verlegt. Die Bilder des spektakulären Einsatzes sehen Sie im Video.

Doch auch andere Orte bekamen den zweiten Herbststurm der Saison deutlich zu spüren. Nach Sturmtief "Fabienne", das vor allem Thüringen und Sachsen getroffen hatte, fegte Siglinde nun vor allem über den Norden des Landes.

Sturmtief "Siglinde" traf auf die Nordseeküste

Hamburg erreichte die erste Sturmflut des Jahres und auf Hiddensee bei Rügen wurden Böen mit Windstärke 12 (127 km/h) gemessen. Auch auf dem Fichtelberg in Sachsen wurde mit 120 km/h eine Orkanböe gemessen. Aus Sicherheitsgründen nahm der Autozug nach Sylt bereits am Dienstag (23. Oktober) keine Lastwagen mit leeren Anhängern und keine Wohnwagen mehr mit. In Emden blieb der schnelle Katamaran nach Borkum im sicheren Hafen, dafür wurde eine langsamere Ersatzfähre eingesetzt und die Helgolandfähre nach Cuxhaven fiel komplett aus.