Niedersachsen: Raser zündet Blitzer an, um Foto zu vernichten - Urteil

Der Raser wurde mit 40 Stundenkilometern zu viel erwischt.
Der Raser wurde mit 40 Stundenkilometern zu viel erwischt.
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03. September 2018 - 17:10 Uhr

Temposünder muss seinen Führerschein für drei Monate abgeben

Immer wieder sind sie der blanken Wut der Raser ausgesetzt: die Blitzer. Die unbeliebten Radarfallen werden mit Flaschen beworfen, abgesägt oder in Brand gesetzt. Im niedersächsischen Nordhorn wurde nun ein Raser aus Borken (Nordrhein-Westfalen) zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro und drei Monaten Fahrverbot verurteilt, weil er im vergangenen Jahr einen Blitzer abgefackelt hat. Zuvor war er mit etwa 40 km/h zu viel auf dem Tacho geblitzt worden.

Dumm gelaufen: Der Raser wurde beim Bezinkaufen fotografiert

Der junge Autofahrer war im August 2017 mit etwa 140 Stundenkilometern auf der Landstraße bei Gildehaus (Niedersachsen) unterwegs gewesen. Dann schnappte die Radarfalle zu: der Raser hatte 40 km/h zu viel auf dem Tacho. Anschließend fuhr er zu einer nahgelegenen Tankstelle und kaufte zusammen mit zwei Mitfahrern einen Kanister Benzin. Dann kehrten sie zurück und zündeten den Blitzer an, um das Raserfoto zu vernichten.

Sein Pech: An der Tankstelle wurde der Brandstifter beim Kauf des Benzins aufgenommen. So konnte ihn die Polizei überführen.

Das Amtsgericht Nordhorn hat den Autofahrer nun zu drei Monaten Fahrverbot und einer Geldstrafe von 3.600 Euro verurteilt. Zudem hat auch sein Blitzerfoto den Brand überlebt. An der Messanlage sei zwar erheblicher Schaden entstanden, "die Aufnahmen sind aber erhalten geblieben", sagte ein Verwaltungssprecher.