Niedersachsen führt Sperrdatei für Spielhallen ein

Ein Mann spielt an einem Spielautomaten. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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12. Mai 2020 - 18:21 Uhr

Niedersachsen führt eine Spielersperrdatei für spielsüchtige Besucher von Spielhallen ein. Dies sieht ein am Dienstag vom Landtag in Hannover verabschiedetes neues Glücksspielgesetz vor. In der Sperrdatei werden Selbst- sowie Fremdsperren eingetragen, welche die Behörden für spielsüchtige oder überschuldete Spieler veranlassen können. Jeder Spielhallenbetreiber ist künftig verpflichtet, beim Einlass einer Person zu kontrollieren, ob diese in der Sperrdatei eingetragen ist. Ist dies der Fall, so darf der Betroffene nicht in die Spielhalle.

Mit dem Gesetz werden auch die Regelungen zur Reglementierung der Zahl von Spielhallen nachgebessert. Dabei wird das umstrittene Losverfahren durch andere Auswahlkriterien ersetzt. Die seit Mitte 2017 geltende Regelung sah vor, dass Spielhallen schließen müssen, wenn sie in einem Abstand von weniger als 100 Meter zur nächsten Spielhalle stehen. Im Konfliktfall wurde ausgelost, welche Spielhalle weiter bestehen darf und welche nicht. Gegen diese Losentscheidungen gingen viele Spielhallenbesitzer gerichtlich vor.

Quelle: DPA