Schimmel, Rost und Gefahren vorbeugen

Scheiben ständig beschlagen? 6 Tipps gegen Feuchtigkeit im Auto

Was kann man tun, wenn die Scheiben im Auto ständig beschlagen?
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18. Januar 2021 - 11:03 Uhr

Beschlagene Fenster sind eine echte Gefahrenquelle

Wenn im Winter die Scheiben im Auto ständig von innen beschlagen, sollten Sie das dringend ernst nehmen. Denn abgesehen davon, dass durch die angesammelte Feuchtigkeit Schimmel und Rost im Fahrzeug drohen, kann sie auch Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben. Dann nämlich, wenn Ihnen die beschlagenen Scheiben beim Fahren die klare Sicht auf die Straße verwehren. Nicht selten kommt es dadurch zu Unfällen im Straßenverkehr.

Wir verraten Ihnen die besten Sofort-Tipps gegen beschlagene Autoscheiben und erklären, wie man der Feuchtigkeit im Auto am besten vorbeugt.

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Wieso beschlagen die Autoscheiben überhaupt?

Brillenträger kennen das Problem: Wird es draußen kalt, beschlagen die Brillengläser plötzlich viel häufiger. Genau wie an der Brille kann sich auch im Auto Kondenswasser an den Scheiben sammeln. Das passiert, weil die kalte Luft im Winter weniger Feuchtigkeit speichern kann. Stattdessen setzt sich diese sich in der Umgebung ab. Zudem gibt es einige Faktoren, die das beschlagen der Autoscheiben im Winter begünstigen oder die Luftfeuchtigkeit im Auto erhöhen – der falsche Parkplatz oder schlechte Reinigung der Fenster.

Tipp 1: Scheiben von innen reinigen - aber richtig!

Verwenden Sie zum Säubern der Frontscheibe bloß keinen schmutzigen Lappen! Denn wie wir das auch von den heimischen Fenstern kennen, entstehen dann Streifen auf dem Glas, die die Sicht einschränken. Und was nur wenige wissen: Dreckige Scheiben beschlagen schneller. Verwenden Sie Mikrofasertücher oder speziellen Autoschwämmen für klare Scheiben, die es im Supermarkt, der Drogerie oder im Internet zu kaufen gibt. Reinigen Sie die Tücher und Schwämme regelmäßig. Wichtig: Am besten nicht kreuz und quer, sondern immer nur in eine Richtung wischen.

Tipp 2: Klimaanlage an!

Das A und O bei zu viel Feuchtigkeit im Innenraum ist das richtige Lüften. Stellen Sie dafür zunächst die Klimaanlage an. Denn die trocknet die Luft und leitet sie nach außen. Richten Sie zudem das Gebläse auf die Scheibe und stellen Sie sie auf die höchste Stufe.

Tipp 3: Feuchtigkeitsquellen ausfindig machen

Wenn es im Herbst und Winter vermehrt regnet, kommt es nicht selten vor, dass wir uns klitschnass ins Auto setzen. Dabei saugen sich vor allem die Fußmatten voll, die das Wasser dann noch stundenlang in den Autoinnenraum kondensieren. Unser Tipp: Nehmen Sie die Fußmatten wann immer möglich zum Trocknen aus dem Wagen heraus. Das gilt auch für andere feuchte Gegenstände wie Regenschirme, Jacken oder durchgeschwitzte Sportklamotten.

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Tipp 4: Laub entfernen

Der ADAC weist darauf hin, dass Laub oder Schmutz, die sich zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe sammeln, den Regenwasserablauf der Heizung verstopfen können. Auch in den Türen und der Heckklappe könnten sich Blätter sammeln und dort Wasserablauflöcher verstopfen. Überprüfen Sie diese Stellen also regelmäßig und entfernen Sie Laub und Schmutz.

Tipp 5: Richtig parken

Der ADAC empfiehlt, Autos auf keinen Fall in schlecht durchlüfteten Garagen zu parken, in denen sich bereits feuchte Stellen oder Pfützen auf dem Boden gebildet haben. Denn darin können Autos nach dem Abstellen nicht vollständig trocknen.

Tipp 6: Luftentfeuchter

Sie befolgen alle bisher genannten Tipps und Tricks, aber die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Wagen bleibt konstant hoch? Dann kann ein Luftentfeuchter helfen. Denn der saugt nicht nur die Luftfeuchtigkeit effektiv aus der Umgebung auf, sondern kann auch der Entstehung von Schimmelpilz und muffigen Gerüche entgegenwirken.

Welches weitere Auto-Zubehör Sie sicher durch den Winter bringt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.