2019 M02 12 - 11:13 Uhr

Formel-1-Saison rückt näher

Bis die ersten Runden beim Großen Preis von Australien gedreht werden, ist es nicht mehr lange hin. Vor dem Start der Saison Mitte März schätzt der frühere Formel-1-Fahrer Nico Rosberg ein, wer am Ende ganz oben stehen könnte – und er geht nicht unbedingt von Lewis Hamilton aus, der die vergangenen Jahre dominiert hat.

Regeländerungen bringen neue Spannung

Keine Zielflagge mehr, neue Safety-Car-Regeln, verpflichtende LED-Lichter am Heckflügel – die Saison 2019 bringt wieder viele neue Regeländerungen mit sich, die den Kampf um die Trophäe spannend machen könnten. Das glaubt zumindest Rosberg. Im Interview mit der dpa sagte der RTL-Experte: "Die Autos werden ganz anders sein und es kann jetzt durchaus wieder sehr große Performance-Unterschiede geben."

Dass Lewis Hamilton mit fast 100 Punkten Vorsprung am Ende der Saison wieder ganz oben stehen wird, glaubt Rosberg nicht. "Vielleicht ist Mercedes jetzt ja nicht mehr die dominante Kraft? Darauf bin ich sehr gespannt", munkelte Rosberg. Red Bull könne wieder eine zentrale Rolle spielen, hofft der 33-Jährige: "Das wäre toll, denn letztes Jahr waren es die spannendsten Rennen, als sie vorne mit dabei waren. Klar ist Mercedes momentan noch der große Favorit, aber es kann sich auch viel durchmischen."

"Druck drauf" bei Ferrari

FILE PHOTO: Formula One F1 - Monaco Grand Prix - Circuit de Monaco, Monte-Carlo - May 23, 2018 Sauber's Charles Leclerc and Ferrari's Sebastian Vettel during a news conference ahead of the Monaco Grand Prix. REUTERS/Benoit Tessier/File Photo
Sebastian Vettel mit seinem neuen Teamkollegen Charles Leclerc
© REUTERS, Benoit Tessier, /FW1F/Kenneth Ferris

Und Ferrari? Natürlich müsse man mit dem italienischen Rennstall immer rechnen. Doch Rosberg sieht vor allem ein Problem, das den Titelkampf für Ferrari-Pilot Sebastian Vettel schwer machen könnte: "Sie haben jetzt zwei Chancen gehabt und diese vor allem im letzten Jahr überhaupt nicht genutzt, im Gegenteil. Deswegen ist schon Druck drauf, dass es jetzt mal was wird."

Neben dem vierfachen Weltmeister Vettel mischt Charles Leclerc ab dieser Saison bei Ferrari mit. Dass sich der 21-Jährige als Nummer zwei bei Ferrari begnügen könnte, glaubt Rosberg nicht. "Leclerc wird voll auf Nummer eins gehen und es wird spannend zu sehen, wie der Sebastian damit umgeht und wie die Rangordnung bei Ferrari künftig sein wird. Sebastian ist natürlich einer der besten Fahrer überhaupt, aber der junge Leclerc ist auch sehr stark", so Rosberg.

Fehlende Motivation als Gefahr für Hamiltons Dominanz

Auch bei Mercedes könne der Zweikampf zwischen Weltmeister Hamilton und dem Finnen Valtteri Bottas enger ausfallen. "Bottas kann mehr, als er zuletzt gezeigt hat. Wenn er einen sehr guten Start in die Saison hat und Lewis teilweise die Motivation verliert, was ihm ja manchmal passiert und er in eine Art Tal fällt, kann sich so eine Dynamik sehr ändern. Ich würde das nicht komplett ausschließen", sagte RTL-Experte Rosberg.

Wenn Rosbergs Prognose stimmt, steht eine spannende Saison bevor.