Hülkenberg kann Silverstone-Wahnsinn kaum begreifen

"Das ist alles echt crazy und wild"

08. August 2020 - 20:00 Uhr

"Natürlich ist das alles irgendwie verrückt", sagte Nico Hülkenberg am RTL-Mikrofon nach seiner Sensationsfahrt auf Startplatz 3 im Qualifying zum Jubiläums-GP der Formel 1 in Silverstone. Der 32-Jährige kann selbst nicht ganz begreifen, was gerade passiert: Vergangene Woche das überraschende Comeback innerhalb von 10 Stunden, dann schon vor dem Rennstart ausgebremst. "Und jetzt stehe ich auf P3. Das ist alles echt crazy und wild."

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Im Video: Die Highlights des Qualifyings

Stroll beim zweiten Mal gebügelt

Mit eigenem Helm, eigenen Schuhen und individuell angepasstem Sitz lief es für Hülkenberg wesentlich besser als bei seinem ersten Vertretungseinsatz für den Corona-infizierten Sergio Perez. Den zweiten Racing-Point-Piloten Lance Stroll distanzierte er diesmal um gut 3 Zehntel – am vergangenen Wochenende war er noch etwa in diesem Abstand dem Kanadier hinterher gefahren.

Mehr noch: Platz 3 im Qualifying kommt bei den momentanen Kräfteverhältnissen in der Königsklasse einer Pole Position gleich. Denn Mercedes fährt weiter in einer eigenen Liga.

Das Auto fühle sich schon "deutlich, deutlich besser" an als vergangene Woche, gab Hülkenberg zu Protokoll. "Aber irgendwo auch immer noch auch fremd." In jeder Session brauche er ein, zwei Runden, um sich an den Pinken Panther zu gewöhnen. Dennoch: Der ersehnte erste Podiumsplatz im 178. Grand Prix scheint greifbar.

Im Video: Applaus für Nico Hülkenberg von Kollegen und Teamchefs

"Ach was, Podium – gewinnen die Kiste, auf Anhieb"

"Ach was, Podium – gewinnen die Kiste, auf Anhieb", scherzte Hülkenberg bei RTL – um gleich darauf die Erwartungen zu dämpfen: Zunächst müsse er den ersten Start in einem Racing Point hinbekommen und außerdem 52 Rennrunden. "Das ist noch ein langer Weg nach Rom."

Von den Kollegen und Teamchefs gab es aber schon für den Qualifying-Auftritt jede Menge Lob und Anerkennung.