Spannender Auftakt zur virtuellen F1-Serie

Nico Hülkenberg kann seine Serie auch mit Konsole nicht beenden

Nico Hülkenberg
© dpa, Valdrin Xhemaj

22. März 2020 - 23:23 Uhr

Rennaction in Bahrain

Spektakuläre Rad-an-Rad-Duelle, spannende Positionskämpfe und jede Menge Überholmanöver – der Auftakt zur F1 Esports Virtual Grand Prix Serie bot jede Menge Race-Action. Und mittendrin: "Comebacker" Nico Hülkenberg, der sich in einem Racing-Point rundenlang einen sehenswerten Infight mit Mercedes-Pilot Esteban Guterres liefert.

Start-Crash wirft Hulk weit zurück

Zu einem Podestplatz reichtes es für den Hulk aber wieder einmal nicht. Der 32-Jährige landete beim virtuellen Bahrain-GP mit aktuellen und ehemaligen Piloten sowie anderen Sport- und Entertainment-Assen auf den zehnten Platz – knapp vor Guterres.

Nach 177 Rennstarts in der Formel 1, bei denen ihm nicht ein Podiumsplatz gelungen war, waren Hülkenbergs Hoffnungen auf ein Ende der Serie schnell dahin. Nach Platz 5 im Qualifying
hätte eigentlich mehr drin sein können – doch Hülkenbergs Chancen auf eine Top-Platzierung zerschellten schon wenige Sekunden nach dem Erlöschen der Startampel in der Begrenzungsmauer.

In die krachte Hülkenberg nach einer Kollision mit Alphatauri-Pilot Luca Salvadori – und fiel daraufhin zweitweise bis auf Rang 16 zurück. Unmittelbar dem Rennstart präsentierte sich der Hulk noch bester Laune: "Ich bin top vorbereitet, habe noch eine Tafel Schokolade gegessen", scherzte Hülkenberg.

Sieg für Ex-Kollegen von Mick Schumacher

Den Sieg beim ersten Rennen der Serie sicherte sich der 20 Jahre alte chinesische Formel-2-Pilot Guanyu Zhou. Der ehemalige Prema-Teamkollege von Mick Schumacher in der europäischen Formel-3-Meisterschaft gewann vor Stoffel Vandoorne im zweiten Mercedes und dem Österreicher Philipp Eng im Red Bull.

Eigentlich sollten 28 Runden gefahren werden, nach technischen Problemen wurde auf 14 Runden auf dem simulierten Bahrain International Circuit reduziert. Technische Probleme gab es beim britischen McLaren-Youngster Landon Norris, der neben dem Kanadier Nicholas Latifi der einzige Formel-1- Pilot war, der an den Start ging.

Norris, der das Rennen auf der Plattform Twitch streamte, verpasste das Qualifying und wurde nach einer Aufholjagd knapp vor Latifi noch Fünfter. Unter anderem nahmen noch Sänger Liam Payne, der ehemalige Golf- Weltranglistenfünfte Ian Poulter und der sechsfache Bahnrad-Olympiasieger Chris Hoy teil.

Die Show geht weiter

Weitere virtuelle Rennen sollen an den Sonntagen folgen, an denen unter anderem in Shanghai, Hanoi oder auch in Monte Carlo gefahren worden wäre. Bis Ende Mai sind zunächst alle Grand Prix abgesagt oder verschoben auf unbestimmte Zeit. Die F1 Esports Virtual Grand Prix Serie soll
den Formel-1-Fans nach der Absage aller GP bis Ende Mai wegen der Coronavirus-Pandemie
zumindest ein wenig Motosport-Unterhaltung bieten.