Nichts gelernt aus Deepwater Horizon?

17. August 2011 - 11:25 Uhr

Öl-Konzerne in der Kritik

Während in der Nordsee Öl durch ein Leck an einer Shell-Plattform ins Meer fließt, werden Erinnerungen an die Katastrophe im Golf von Mexiko wach. Die Größenverhältnisse sind zwar kaum vergleichbar. Umweltschützer glauben aber, dass die Konzerne aus der verheerenden Ölpest keine Lehren gezogen haben.

Eigentlich sollte Shell wissen, was zu tun ist - zumindest, dass zu langes Schweigen eine sehr schlechte Idee ist. Shell habe von Anfang an viel zu wenige Informationen herausgegeben, keine Transparenz gezeigt, und sei offenbar auch nicht ausreichend auf mögliche Unfälle vorbereitet, lautet der Vorwurf von Umweltschützern.

"Es ist schon jetzt offensichtlich, dass Shell scharf kritisiert werden wird, weil sie so wenig und so widerwillig Informationen für die Öffentlichkeit herausgegeben haben", sagte der Direktor der Umweltschutzorganisation WWF für Schottland, Richard Dixon, und forderte eine öffentliche Untersuchung des Unfalls. Das Leck soll bereits am Mittwoch entdeckt worden sein, erst am Wochenende informierte der Konzern darüber.

Shell sagt seit dem Wochenende, dass man alles im Griff habe. Zwar sei mit bislang etwa 206.700 Litern eine "signifikante Menge" Öl in die Nordsee gelangt. Durch die Beschaffenheit und andere Faktoren werde sich der Teppich aber wohl selber auflösen und die Küste erst gar nicht erreichen.

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