Nicht tot zu kriegen: Jochen Busse spielt Villenbesitzer Helmut Kraft

Jochen Busse spielt Villenbesitzer Helmut Kraft
Jochen Busse spielt Villenbesitzer Helmut Kraft
© RTL / Frank Dicks

27. Januar 2017 - 12:42 Uhr

Villenbesitzer Helmut Kraft ist kompromisslos, fies - und einsam

Helmut hat Spaß daran, andere scheitern zu sehen - aber noch mehr Spaß hat er daran, sich selbst gewinnen zu sehen. Und Helmut weiß, was er anstellen muss, um seine Ziele zu erreichen. Er ist hinterhältig und verlogen und geht ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen.

Er denkt aber auch immer voraus, kann sein Gegenüber extrem gut und extrem schnell einschätzen und sofort seine Schwächen ausmachen. So gesehen hat er ein sehr gutes Gespür für Menschen, weiß mit dieser Gabe aber leider nichts anderes anzustellen, als sie schonungslos auszunutzen. Seine fiese Art kann er nicht im Zaum halten und will das auch gar nicht. Trotzdem hat er, seit sein Bruder Paul gestorben ist, Angst davor, den Rest seines Lebens alleine und einsam verbringen zu müssen. Er hasst Gefühlsduseleien und dass Menschen so unfassbar berechenbar sind. Er hasst Schwächen und Fehler und versteht nicht, wie Menschen mit weniger als Perfektion zufrieden sein können. Dazu kommt, dass Helmut ausnahmslos in Klischees und Vorurteilen denkt: Frauen gehören an den Herd und Kinder an die Leine. Letztendlich ist er einsam und alleine und wünscht sich eine Familie, die für ihn da ist. Und das ist der Punkt, an dem seine neuen Mitbewohner doch Zugang zu ihm finden.

Biographie: Schauspieler Jochen Busse

Jochen Busse wurde in Iserlohn im Sauerland geboren und ließ sich trotz dieses Tatbestandes nicht abhalten das Ziel, Schauspieler zu werden, zeitlebens zu verfolgen. Offensichtlich ist ihm das bis heute, nach immerhin über 54 Bühnenjahren nicht gelungen, denn die häufigste Bezeichnung in den Medien lautet: Kabarett-Urgestein. Als solches Kleinkunst-Aluvium gab Busse zehn Jahre den Moderator in "7 Tage, 7 Köpfe" und erhielt dafür den Sonderpreis für Popularität und Ausdauer in Form des Deutschen Comedypreis 2004. Parallel zu dieser Gesteinsbildung wirkte er in 86 Folgen "Das Amt" als Hagen Krause und wurde mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk schon mal vier Jahre vorher mit dem Deutschen Comedypreis künstlerisch frühpensioniert.

Seit dem Rentenalter widmet sich Jochen Busse ausschließlich seinen Hobbys. Als da wären: Zwei Kabarettprogramme mit Henning Venske. Bedacht mit dem Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz zum Deutschen Kleinkunstpreis 2010 und dem Bayerischen Kabarettpreis 2012. Und der "Tegtmeier – Kappe" der Stadt Herne. Freundschaften zu Erfolgsautoren wie Dietmar Jakobs und Lars Albaum zwingen ihn alle zwei Jahre mit einer neuen Komödie auf die Bühne. Nach "Einmal nicht aufgepasst" erlebte er ein "Andalusisches Mirakel" (Merkur-Theaterpreis 2007) Das setzte sich fort "In jeder Beziehung." Nun macht er auch noch Regie. Wie bei "Achtung deutsch!" das bei den Privattheatertagen 2014 in Hamburg mit dem "Monika Bleibtreu Preis" für die beste Komödie ausgezeichnet wurde. Sein einziges und letztes Solo - Programm "Wie komm ich jetzt da drauf" hat er Ende 2015 abgespielt. Und ganz zwischendurch stand Jochen Busse im Herbst 2015 noch ein paar Tage für den RTL - Piloten "Nicht tot zu kriegen" vor der Kamera. In der Rolle des reichen, gerissenen und durchtriebenen Helmut Kraft, der vier jungen Menschen das Leben schwer macht, indem er sie mit einem reizvollen Angebot in die Fänge seiner Villa lockt, läuft er zu Hochform auf.

Seit 2016 ist er mit einem Ensemble und dem neuen Stück von Jakobs und Albaum "Der Pantoffel - Panther" deutschlandweit unterwegs. Seine Autobiographie "Wo wir gerade von belegten Brötchen reden: Die Komödie meines Lebens" ist Ende 2015 im Ullstein Verlag erschienen. Die Rückkehr von Jochen Busse auf den Fernsehbildschirm ist für 2017 auch gesichert. Denn im Herbst 2016 wurden 7 weitere Folgen "Nicht tot zu kriegen" mit Jochen Busse in Köln, Ratingen und Umgebung von der Pro TV Produktion GmbH für RTL gedreht. Ab 2. Februar 2017 spielt er dann in Köln am Theater am Dom. Anschließend ist die Produktion in Berlin und Hamburg zu sehen.